Montag, 20. Februar 2017

Deutsches Theater Rosengala 2017

Deutsches Theater München -   Rosengala 2017 



BALLSAISON: Faschingsfreitag geht es zur Rosengala



Termin: Freitag, den 24.2.2017 um 20.00 Uhr, Ort: Deutsches Theater 



Mit der Rosengala können die Gäste des Deutschen Theaters am Freitag einen der beliebtesten Bälle der Stadt feiern. Es ist einer der Traditionsbälle Münchens.

Tanzende Marktfrauen vom Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das einzig Gute, was die Füße im Fasching tun können, ist tanzen!


Ein festliches Ambiente für Tanzprofis und Zuschauer. Es wird in die Nacht getanzt. Selbstverständlich in angemessener Ball-Abendgarderobe.

Für die Musik sorgen SM!LE - The Ballroom Band, Stage Crew Munich, die Münchner Française und viele mehr

Samstag, 18. Februar 2017

Sonntag, 19. Februar: Faschingsumzug Muenchen 2017

Faschingsumzug in München 2017

„Helau!“ München feiert Fasching


Termin: 19. Februar 2017 ab 11 Uhr vom Odeonsplatz bis zum Stiglmaierplatz


Am morgigen Sonntag startet der Münchner Faschingsumzug. Während im Hotel Bayerischer Hof noch die Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet (der TV-Sender Phoenix überträgt live), wird der Faschingsumzug ablaufen. Er startet 2017 am Odeonsplatz und führt über die Brienner Straße und den Propyläen am Königsplatz weiter bis zum Stiglmaierplatz.

Viktualienmarkt am Faschingsdienstag
Foto: Helga Waess

Musik und Showtanzgruppen, Kindertanzgarden


Erwartet werden 60 Faschings-Gruppierungen, bunten Wägen und natürlich phantastisch-lustige Kostümen. Musik und Showtanzgruppen, Kindertanzgarden und wie sollte es anders sein: das Prinzenpaar. Ihre Tollität, Christian III. vom güldenen Maisfeld und seine Prinzessin Petra IV. von der Speicherwies (Es wird in diesem Blog unter diesem Link kurz vorgestellt).

Nach dem Zug auf zur großen After-Zug-Party mit Live-Musik im Löwenbräukeller

Den Faschingsumzug ließen im Jahr 2006 die "Damischen Ritter" wieder aufleben!

Am letzten Faschingswochenende feiert München 3 Tage lang!

Die große Faschingsparty startet dann am 26. Februar am und rund um den Marienplatz und endet mit dem "narrischen Kehraus" samt tanzender Marktweiber (Unbedingt auf den Viktualienmarkt kommen!) am Faschingsdienstag, am 28. Februar 2017.

Tanzende Marktweiger auf dem Viktualienmarkt -
am Faschingsdienstag ist es wieder soweit!
Lebendige Münchner Tradition
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das Münchner Faschings-Prinzenpaar bringt Narrhalla-Orden 2017

Münchner Fasching 2017


Der "Kartoffel Heini" mit Ehefrau Petra sind das Prinzenpaar des Jahres 2017

Ihre Tollität, Christian III. vom güldenen Maisfeld und seine Prinzessin Petra IV. von der Speicherwies


Der diesjährige Faschingsprinz wurde im Jahr 1975 in München geboren. Christian Gaisböck wuchs in Laim auf. Seine Liebe zu München und besonders zur Wies´n, zum Viktualienmarkt, zum Englischen Garten, zur Innenstadt mit der Fußgängerzone oder zur Leopoldstraße bringen ihn immer wieder ins Schwärmen.


Narrhalla Orden 2017
Entwurf von
Narrhalla Ehrensenator Bernd Heiden
Foto: Waess

Gelernt hat der Prinz dereinst Groß- und Außenhandelskaufmann, auf welchen er bereits in jungen Jahren den Master of Management deckelte. Von Kollegen als „Kartoffel Heini“ verschrien, ging Christian in den Agrar- und Saatgut- und Düngerbereich und das Deutschland -und Osteuropaweit.

Dem  Fasching gehört sein Herz


Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra werden beide, als offizielles Faschingsprinzenpaar der Landeshauptstadt noch bis Faschingsdienstag in München regieren und Orden verteilen!

Donnerstag, 16. Februar 2017

Preis der Leipziger Buchmesse 2017 - Hier sind die Nominierungen

Preis der Leipziger Buchmesse


Belletristik - Sachbuch - Übersetzungen: die 15 Nominierten stehen fest


Termin für die Preisverleihung: Erster Messe-Tag, 17. März 2017; Ort: Glashalle der Leipziger Messe


Der 17. März  2017 ist das Datum, welches die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse kaum erwarten können. Auch ihre Verleger und natürlich die Leser sowie diverse Medienvertreter rätseln gespannt darüber, wer das rennen macht.

München, Foto: Helga Waess

Verkaufszahlen schnellen in die Höhe!


Immerhin ist dieser begehrte Preis nicht nur mit 60.000 Euro dotiert, nein, er verspricht auch steigende Verkaufszahlen im Buchmarkt.

2017 verleiht die Buchmesse in Leipzig ihren Preis zum 13. Mal an je eine attraktive Neuerscheinung aus den Bereichen "Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung".

Sponsoren und Unterstützer des Preises sind neben dem

  • Freistaat Sachsen, 
  • die Stadt Leipzig, 
  • das "Literarische Colloquium Berlin (LCB)", 
  • als Medienpartner das "Magazin buchjournal" 
  • und das "Deutschlandradio".


Die Finalisten der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017


Insgesamt wurden 365 neue Werke eingereicht. Die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hat aus der Fülle des aktuellen Bücherwaldes 15 preisverdächtige Exemplare herauskristallisiert.

In jeder Kategorie sind fünf Werke nominiert.

Im Bereich Belletristik


  1. Lukas Bärfuss mit "Hagard" (Wallstein Verlag) 
  2. Brigitte Kronauer mit "Der Scheik von Aachen" (Klett-Cotta Verlag)
  3. Steffen Popp mit "118" (Kookbooks) 
  4. Anne Weber mit "Kirio" (S. Fischer Verlag) 
  5. Natascha Wodin mit "Sie kam aus Mariupol" (Rowohlt Verlag) 

Im Bereich Sachbuch/Essayistik


  1. Leonhard Horowski mit  "Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts" (Rowohlt Verlag) 
  2. Klaus Reichert betrachtet den "Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen" (S. Fischer Verlag) 
  3. Jörg Später mit "Siegfried Kracauer. Eine Biographie" (Suhrkamp Verlag) 
  4. Barbara Stollberg-Rilinger mit der Biographie "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit" (Verlag C.H.Beck´) 
  5. Volker Weiß und die "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" (Klett-Cotta Verlag) 


Und im Bereich Übersetzungen wurden nominiert:


  1. Holger Fock und Sabine Müller übersetzten aus dem Französischem: "Mathias Enard: Kompass" (Verlag Hanser Berlin) 
  2. Gregor Hens übersetzte aus dem Englischen: "Will Self: Shark" (Hoffmann und Campe Verlag) 
  3. Eva Lüdi Kong übersetzte aus dem Chinesischen "Ungewisser Verfasser: Die Reise in den Westen" (Reclam Verlag)
  4. Gabriele Leupold übersetzte aus dem Russischen: "Andrej Platonow: Die Baugrube" (Suhrkamp Verlag) 
  5. Petra Strien übersetzte aus dem Spanischen: "Miguel de Cervantes: Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda" (Die Andere Bibliothek) 



Wir freuen uns auf den Trommelwirbel auf der Leipziger Buchmesse 2017, 
wenn am 17. März die drei Gewinner bekannt gegeben werden.

Mittwoch, 15. Februar 2017

art Karlsruhe - Hans Platschek Preis 2017 geht auf der Messe an Meese

art Karlsruhe: Preisverleihung / Florian Illies


Der erste Messe-Tag wird 2017 ein Meese-Tag. "Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift" geht an Jonathan Meese

Termin: 16. Februar 2017, um 17 Uhr / Ort: im Forum der dm-arena, auf der Kunstmesse artKARLSRUHE, in Halle 4


Traditionell wird am ersten Messetag auf der art KARLSRUHE der "Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift" verliehen. Es handelt sich um einen Preis für den man sich als Künstler nicht bewerben kann. Seit 2008 wird hiermit jährlich ein Künstler geehrt, der sich in seinem bildnerischen Schaffen auch mit Buchstaben und dem geschriebenen Wort auseinandersetzt. In diesem Jahr hat der Einzel-Juror Florian Illies, die Wahl getroffen:

2017 heißt der Preisträger Jonathan Meese.

Ein Künstler, der durch seine "überbordende Lust an der Sprache" und seine "aberwitzige-genialen Bildtitel" neue Sicht-Ebenen schaffe, so Illies in der Begründung.

Foto / Bildbearb.: Helga Waess

Jonathan Meese - Kunst als Provokation - Kunst als Evolution

Jonathan Meese gilt als Enfant terrible-Artist unserer Zeit. Seine Kunst provoziert. Seine Kunst ist politisch und unbedingt zeitgenössisch. Seine Homepage selbst ist eine Installation und versetzt den User in eine digitale Bild-Performance und -Sprache, die die Auseinandersetzung einfordert. Bereits bei der Form der Buchstaben und bei den Farben (zurzeit rot und schwarz) wird auf ein Bildgedächtnis des Betrachters angespielt. Bilder ergänzen das Wort. Meese provoziert. Sein Atelier ist sein "Hauptquartier in Berlin".
Auf den meisten Atelier-Fotos sieht der Betrachter Meeses kritische Mutter Brigitte mit ihm im Dialog oder, wie die Worte sagen, im "Monolog" mit dem Künstler. Auch in diesem Homepage-Beispiel werden die Bildtitel nicht ohne "Witz" sorgfältig gewählt.

Dieser Künstler passt in keine Schublade und macht doch selbst immer wieder historische Schubladen auf, um ganz tief hineinzugreifen und den Müll der Zeiten am Aktuellen zu spiegeln.

Meeses künstlerischen Äußerungen und Weltsichten werden in Form von Installationen, Videokunst, Performances, Theater-Installationen (wir erinnern uns an den Wagner-Streit), Skulpturen und Collagen zum Gegenpart des Kunstbetrachters. Malerei, Zeichnung, Schrift und Wort sind in Meeses künstlerischem Schaffen klassische Ausdrucksformen, auf welche der Künstler stets zurückkommt. Und er besteht darauf: "Kunst soll als Kunst gesehen werden"! Daher findet sich in Meeses Werk auch der Hinweis: Kunst ist keine Realität!

Florian Illies wählt Jonathan Meese als Hans Platschek-Preisträger 2017 aus und stellt seine Lust an Sprache und aberwitzigen Bildtiteln in den Mittelpunkt. 



Der Einzeljuror Florian Illies


Der Kunsthistoriker Florian Illies M.A. ist unter anderem Buchautor, wir erinnern uns an seine Publikation "Generation Golf" (2000) und sein Jahrhundert-Rückblick "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" (2012). Er ist aber auch Journalist und Kunsthändler. Nach seiner journalistischen Karriere als Feuilletonchef bei der FAZ, Gründer des Kunstmagazins "Monopol. Magazin für Kunst und Leben", Herausgeber und Chefredakteur der "Welt am Sonntag" und seiner Tätigkeit bei der ZEIT, stieg Illies im Jahr 2011 als Gesellschafter in das Auktionshaus Villa Grisebach ein. Die bis dahin fast stiefmütterlich behandelten Künstler des 19. Jahrhunderts wurden durch sein Zutun für den Kunsthandel interessanter.

Hans Platschek (1923-2000) - Ein schreibender Maler

Der bildende Künstler Hans Platschek war auch Karikaturist, Publizist und Kritiker. Ein schreibender Maler. Der Kunstbetrieb erinnert sich an seine Publikation "Die Dummheit in der Malerei" (1984).

Die Hans Platschek Stiftung wurde 2005 in Hamburg gegründet


Der Preis für Kunst und Schrift wird jährlich auf der art KARLSRUHE verliehen. Der Preisträger wird jeweils durch Einzel-Juroren bestimmt. Preisträger und Juroren der letzten Jahre:


  • 2008  Den ersten Hans Platscheck Preis jurierte Manfred Eichel. Der erste Preisträger war F. W. Bernstein
  • 2009  Werner Hofmann wählte im zweiten Jahr der Preisverleihung Friedrich Einhoff als Preisträger aus 
  • 2010  Axel Hecht bestimmte Monika Grzymala im Jahr 2010 zur Preisträgerin 
  • 2011  Harald Falckenberg wählte Werner Büttner aus
  • 2012  Ulrich Krempel gefiel die künstlerische Auseinandersetzung mit Kunst und Schrift von Rolf Bier
  • 2013  Robert Fleck fand Guillaume Bruère preiswürdig
  • 2014  Ulrike Groos wählte als Preisträgerin Sandra Boeschenstein
  • 2015  Sebastian Giesen bestimmte im Jahr zuvor Rikuo Ueda's Kunst als Preiswürdig
  • 2016  Matthias Mühling vergab im letzten Jahr den Preis an Justin Almquist
  • 2017 Florian Illies bestimmt Jonathan Meese als Preisträger des Jahres 2017














Dienstag, 14. Februar 2017

10 Jahre art KARLSRUHE - Internationale Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst

art KARLSRUHE 2017

35.000 Quardratmeter für die Kunst - 10 Jahre art KARLSRUHE


16. bis 19. Februar 2017 auf dem Messegelände in Karlsruhe


Mit der Preview für geladene Gäste startet heute, am 15. Februar um 15 Uhr, die Art Karlsruhe, die Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Seit nunmehr 10 Jahren gibt es diese Kunstmesse, die zu ihrem Jubiäum mit zahlreichen Sonderausstellungen, Preisverleihungen und Talks rund um das Kunstgeschehen aufwartet. Ach ja, die insgesamt 200 Galerien aus 11 Ländern versprechen einen Überblick der besonderen ART.

Karlsruhe, Foto: Helga Waess

Sonderausstellungen auf der art KARLSRUHE


Den Besuchern werden in interessanten Sonderausstellungen bekannte Sammlungen und Sammelgebiete vorgestellt.

Kinderbuchillutrator und Grafiker Tomi Ungerer


Die Sammlung Würth, zeigt in einer schönen Ausstellung Tomi Ungerer (* 1931). Über 120 Werke des Illustrators und Karikaturisten aus den Bereichen Collage, Zeichnung und Objektkunst geben einen Einblick in das Schaffen des französischen Künstlers.

Die Ausstellung "30 Jahre Retour de Paris"

100 Quardratmeter Fläche stellt die Kunstmesse für die Präsentation der Stipendiaten mit Atelierstipendien an der Cité zur Verfügung. Internationale Kunststipendiaten werden seit 30 Jahren nach Paris eingeladen, um dort mit anderen Künstlern zusammen zukommen und sich zu vernetzen. Nun gibt es in Karlsruhe eine Überblicks-Show.

Sonderschau Druckgrafik

Es ist an der Zeit, dass einmal die Editeure eine Sonderausstellung erhalten. Insgesamt werden in dieser Schau 119 Werke der Druckgrafik präsentiert, die von den teilnehmenden Galerien für diese kuratierte Ausstellung beigesteuert wurden. Hier ist für jeden etwas dabei, denn preislich reicht die Spanne von 150 bis zu 80.000 Euro.


Aber es werden auch Preise vergeben

10. Hans Platscheck Preis


Jonathan Meese, lange Zeit das Enfant terrible des Zeitgenossen-Marktes, erhält auf der Kunstmesse den 10. Hans Platscheck Preis. Meeses Arbeiten mit Malerei und Text, Buchstaben, Wortbruchstücken sprechen an.

Über den art KARLSRUHE-Preis, 

das ARTIMA art meeting, die Messe-Talks und weitere Events werden wir in den nächsten Tagen hier berichten.

Dienstag, 7. Februar 2017

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag - eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig in Köln

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag

"Gerhard Richter - Neue Bilder". Eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig

Termin: 09. Februar bis 01. Mai 2017 in Köln


Neue, abstrakte Bilder, gewaltige Farbschichten, die fast explosiv aufgetragen und dann durch abschaben oder abkratzen verändert, ja, neu definiert wurden. Ganz neue, im Jahr 2016 gemalte Werke, werden dem eigenen Sammlungsbestand in Köln gegenüber gestellt. In diesen neuen Arbeiten findet sich Richters ganzes Schaffen: Das Auge sucht nach Strukturen und verliert sich in einer bunten Realität seiner Kunst.

Blog-Beitrag aus Muenchen, Foto: Helga Waess


Gezeigt wird aber auch Klassisches, das erkennen lässt wo Richter herkommt und was seine Künstlerseele in jener Zeit wahrnahm, wie das Gemälde "Ema" (Akt eine Treppe hinabsteigend).

Gerhard Richter zählt zu den großen Künstlern unserer Zeit


Im Jahr 1932 geboren, erhielt er von 1948 bis 1951 die Ausbildung als Bühnen- und Werbemaler und ging gleich anschließend zum Studium an die Kunstakademie Dresden. 1961 setzte er dieses Studium in Düsseldorf fort. Seine erste Einzelausstellung hatte Richter im Jahr 1964, wer seine Werke damals kaufte, hatte einen guten Riecher - wie man so schön sagt. Ab 1967 war der Künstler Gastdozent in Hamburg und schließlich von 1971 bis 1994 als Professor an der Düsseldorfer Akademie tätig.
Jetzt, im 85-igsten Lebensjahr, bekommt Gerhard Richter im Museum Ludwig in Köln eine Ausstellung.


Zu den großen Werken der Kunst des 20. Jahrhunderts zählen ohne Zweifel Gerhard Richters direkte, künstlerische Umsetzungen der realen Welt. Sie verwandelt sich in eine gemalte, verschwommene, teils kaum mehr erkennbare Realität. Anfangs gibt es noch Titel. Er reagiert künstlerisch auf politische Empfindungen und Begebenheiten.
Richter spielt mit Wahrnehmungen und malt eine sich öffnende Tür gleich fünf mal. Der Betrachter möchte hindurchgehen und doch ist dieser über 5 Meter lange Türen-Zyklus aus dem Jahr 1967 nur Illusion. Ein Gemälde-Zyklus, den Peter Ludwig damals kaufte und der in Köln unter den älteren Werken des Künstlers zu sehen sein wird.

Richter reagierte fast sofort auf die in den 80er Jahren in den Massenmedien publizierten Fotos. Er nahm alte Familienfotos zur Hand und schaffte auf dieser Grundlage überdimensionierte verschwommene schwarz-weiß Gemälde und Porträts. Der Titel dieser Gemälde wird das Statement seiner Werke.
Durch die Gemäldeserie "18. Oktober 1977" wird er in eine politische Ecke gerückt. Der RAF -Zyklus wurde 1995 für das Museum of Modern Art angekauft und wird seit dem in New York ausgestellt.

Ein Hauch Fotorealismus bleibt spürbar, denn hier liegen zumeist die Vorbilder, dennoch erscheinen diese Porträts wie mit unscharfer Brille betrachtet.
Das Unscharfe, das Verschwommene, das nach vielen Ansichten in der Wahrnehmung sich verändernde wird sein Thema bleiben. Historiengemälde einmal anders interpretiert. Sie werden zu Fenstern der Erinnerung.