Dienstag, 28. Februar 2017

Marktfrauen Viktualienmarkt Muenchen

REPORTAGE: Probe zum Tanz auf dem Viktualienmarkt am Faschingsdienstag


Wenn die Geschäftsfrauen vom Viktualienmarkt tanzen

Die tanzenden Marktfrauen vom Viktualienmarkt sind weltbekannt


von Helga Waess

Faschingsdienstag. München hat die Theresienwiese mit der Bavaria, den Rathausplatz mit der Mariensäule und den Viktualienmarkt mit den tanzenden "Marktweibern"
Seit dem 11.11. um 11 Uhr 11 ist Fasching in München.  


Tanzende Marktweiber mit Christian Langer
Bühne auf dem Viktualienmarkt mit Marktfrauenbronze über dem Brunnen
Foto/Copyright: Helga Waess  (Archiv)

Allesamt sind sie Vollprofis als Unternehmerinnen


Sie stehen Tag für Tag bei Wind und Wetter von morgens um sechs bis in die Abendstunden ihre Frau am Markt.
"Die tanzenden MarktFrauen" steht an der Bühne ... eigentlich stand da
"Die tanzenden Marktweiber" (Auf bayerisch sagt man das so!)
Beschriftung an der Bühne auf dem Viktualienmarkt
am Faschingsdienstag in München,
Foto: Helga Waess  (Archiv)


Jede Marktfrau ist ein tanzendes Energiebündel


Eine Tradition oder besser schon eine Institution, ein kulturelles Ereignis, dass diese tanzenden Energiebündel sehr ernst nehmen

Marktfrauen beim Kranz-Tanz,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Eine Probe steht für alle - Jahr für Jahr



Die fröhlichen Geschäftsfrauen bei der Probe zum "Tanz der Marktfrauen"
vom Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess  (Archiv)

Auf dem Weg zum Viktualienmarkt in München



Neben der Heiliggeistkirche liegt rechter Hand das zugehörige grüne Pfarrhaus. Hier wird geprobt:

Viktualienmarkt in München
mit Heiliggeistkirche im Hintergrund
Foto: Helga Waess (Archiv)

Die Stimmung vor der Probe zum Tanz der Marktweiber

Alle duzen sich und Küsschen und Umarmungen fliegen nur so durch den Raum.

Es ist, wie ich nun erfahre, die vorletzte Probestunde vor dem großen Auftritt. Hoffentlich kommen alle! Christian hat noch einmal alle Lieder auf DVD gebrannt. 

Ein kurzer Plausch und ein Gruppenfoto, dann geht es los!
Marktfrauen vom Viktualienmarkt in München mit Christian Langer (re)
Foto: Helga Waess (Archiv)
 Jede der anwesenden Frauen fühlt sich Jahr für Jahr und Tanz für Tanz der Tradition verpflichtet.



Stand der Blumenfrau vom Viktualienmarkt in München,
Foto: Helga Waess

Sie sind der Viktualienmarkt!



Pure Lebensfreude am Faschingsdienstag, Marktfrauen vom Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Sie sind hart im nehmen


Auftritt der Marktfrauen, Foto: Helga Waess (Archiv)



Die erste Stunde beim Proben-Abend ist zum Warmwerden da. Einige Augen rollen. Hier und da ein müdes Lächeln. Jede ist früh aufgestanden.

Sie sind der „Viktualienmarkt“!


Jede stellt beim berühmten Tanz am Faschingsdienstag mit ihrem Kleid das da, was sie verkauft. 

Die Marktfrauen sind toll! Christian Langer kniet vor den Marktfrauen,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Die Kleider der Marktfrauen



Marktfrauen vom Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Plötzlich ist Faschingsdienstag


„Ja, ja! Faschingsdienstag ist irgendwie wie Weihnachten, plötzlich und unerwartet ist es wieder so weit. Und dann muss das Kleid halt fertig werden. In der letzten Nacht“, die "Honigfrau" lächelt.

Standl der Honig-Frau auf dem Viktualienmarkt in München,
Foto: Helga Waess

Lasst uns los legen!

Fantasievolle Gewänder der Marktfrauen,
Foto: Helga Waess (Archiv)


Der Bürgermeister kündigt jedes Jahr die Marktfrauen als Höhepunkt des Münchner Faschings an.

Alt-Oberbürgermeister Christian Ude im letzten Jahr seiner Amtszeit
auf dem Viktualienmarkt, Foto: Helga Waess (Archiv)
 Und dann geht’s los - genau wie bei der Probe:

Probe für "LINIE 8" - Marktfrauen vom Viktualienmarkt bei der Probe
Foto: Helga Waess (Archiv)

Wieder klatscht jemand in die Hände. 

Dann heißt es endlich: „Auf geht’s meine Damen! Aufstellung! Auf geht’s zum Tanz der Marktfrauen: Linie 8.“ 

"Linie 8" auf der Bühne mit dem Pfarrer von Heiliggeist und
Ex-Oberbürgermeister Chriatian Ude,
Foto: Helga Waess (Archiv)


Es wird noch ein langer Abend.

Der Viktualienmarkt am Faschingsdienstag mit Tanz-Bühne,
Foto: Helga Waess (Archiv)
Während draußen die Nachtruhe über den Viktualienmarkt säuselt hört man aus dem Pfarrsaal noch einmal den Kräfte mobilisierende Schlachtruf:

Eine ruft: „Wie samma?“
Alle: „Gut samma!“
Eine:„Was samma?“

Alle: „Marktweiber! Mei san mir guaaaaaat!“


Christian Langer auf der Bühne des Viktualienmarktes
in Aktion
Foto: Helga Waess (Archiv)

Lesen sie auch mein Interview mit Christian Langer
Die Marktfrauen sind toll! untr diesem Link zum DOSSIER "BLICKE"! 




Jedes Jahr freuen sich die Marktfrauen auf diesen letzten Faschingstag
und ihren Auftritt auf dem überfüllten Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess (Archiv)


Freitag, 24. Februar 2017

Helge Schneider in München

Philharmonie München - Sonderkonzerte mit Helge Schneider

Helge darf alles! "Pollepopp" eben

"Radio Pollepopp!" kommt nach München


Termine: 28. Februar (Faschingsdienstag) und 01. März (Aschermittwoch) 2017
Ort: in der Philharmonie in München

Text/Fotos: Helga Waess

"back to the roots" geht Helge mit seinem Solo-Auftritt am Faschingsdienstag und Aschermittwoch in München. Das Plakat kündigt mit "Radio Pollepopp!", so Helge, "quatsch as quatsch can!" an. Pollepopp ist Sinnfrei! Das noch geheime Programm sicherlich nicht: Zum Besten gegeben werden wieder einige "Sonderkonzerte" des virtuosen Jazz-Musikers. Sein Sax ist legendär und seine Improvisationkunst mit geballtem Musik- und Sprachwitz sollte man als Zeitgenosse wenigstens ein Mal live erlebt haben.


Helge Schneider-Plakat,
München Theresienwiese,
Foto: Helga Waess

Helge - Name ist Programm


Helge Schneider im grauen Anzug mit Einstecktuch, Hemd und Kravatte. Locker-lässig lächelt er von seinem neuen Plakat herab, der Strohhut über dem beliebten Helge-Gesicht und der elfenbeinfarbene, barock verzierte Flügel an seiner Seite sind stimmungsvoll in Szene gesetzt. Auf dem Instrument liegen Rosen, jene Rosen, die der Pianist nach dem Konzert überreicht bekommt. Ein gezeichnetes Radio, das davonzufliegen scheint, ist: "Radio Pollepopp!" Das ist auch der Name des neuen Programms. Ein Event brauche halt einen Namen und so fiel die Wahl auf RADIO POLLEPOPP!, aber das sei ein Titel ohne tiefere Bedeutung. Fiel ihm halt so ein.

Helge und der Quatsch!


Helge, das ist Humor vom Feinsten, gewürzt mit ein paar Prisen Ironie und der nötigen Ernsthaftigkeit, den der Musikus an den Tag legt. Helge ist ein zeitgenössischer Künstler. Er selbst ist dabei das Kunstwerk, das auf seine Welt reagiert und in seiner Welt agiert. Er spiegelt seine Sicht durch seine Auftritte und nimmt so manchem realen Schrecken die Ernsthaftigkeit. Sein Humor ist direkt und keineswegs oberflächlich oder einfach. Bei Helges Quatsch, Jazz und Schabernack bleibt kein Auge trocken.

Helge-Plakat, München Theresienwiese mit Bavaria,
Foto: Helga Waess

Bei Helge ist alles Kunst! Sinn-Frei!


Improvisation ist alles - so möge man meinen. So ganz ohne Absicht und ohne Anliegen kommen Töne aus seinen Instrumenten und purzeln Worte aus seinem Mund. Helge erzählt in einem Song eine Geschichte, deren Sinn im Widersinn steckt. Wenn man sich an frühere Auftritte erinnert, wirkt das teils so, als würde sich der Protagonist selbst über seinen Quatsch und über den Helge, der da die Show macht, amüsieren. Ein überraschtes Schmunzeln schlüpft ihm in solchen Momenten über die Visage. Gerade so wie auf diesem Plakat, das mit wenigen Worten "HELGE" und "Radio Pollepopp!" alles sagt. Mehr braucht es nicht. Helge steht für sich und das schätzen seine Zuhörer. ... und er passt in jeden Anzug und auf jede Bühne. Das werden wir in der Philharmonie sehen.

Tee - Jazz - Käse - Kaktus


Die gewohnte "Tasse TEE!" wird - neben feinsten Jazz-Improvisationen - auf der Bühne gereicht werden. Seine Kunst ist sein Leben. Es ist kein Beruf. Der Quatschmacher gehört zu seiner Persönlichkeit. Er braucht, so scheint es, seinen "Quatsch" als Lebensmittel. Und das ist es auch, so unsere Vermutung, warum die Fans ihn sehen wollen:

Mal wieder ne gehörige Portion Quatsch in den Alltag bringen!

Ob er als Doktor Hasenbein auftritt oder das Katzenklo besingt, ob er  für das Abendbrot Plastik-Käse an der Supermarkt-Theke kauft oder mit dem Sommer auch die Sonne und den Kaktus besingt, das hat Sinn, denn es gibt eine gewisse Leichtigkeit und Lebenslust wieder! Eine innere Einstellung, die Helge für uns nach außen kehrt!

Helges Sprüche passen immer, vor allem dann, wenn sie so gar nicht zu passen scheinen.
Na, dann: freuen wir uns auf die tollen Tage, warten bis dahin ab und TRINKEN EINE TASSE TEE!!! Pollepopp halt!

Die Philharmonie im Gasteig 


Die Philharmonie ist mit 2400 Plätzen der größte Konzertsaal Münchens. Außer Helge Schneider spielen hier seit 2010 regelmäßig die Münchner Symphoniker.

Philharmonie München
Rosenheimer Str. 5
81667 München

"Helge Schneider
RADIO POLLEPOPP"

TICKET-Preise: € 59 | 53 | 48 | 44 | 39 | 35



Donnerstag, 23. Februar 2017

Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis 2018

Ausschreibung: 

DEUTSCH-FRANZÖSISCHER JUGENDLITERATURPREIS

PRIX FRANCO-ALLEMAND POUR LA LITTERATURE DE JEUNESSE

Hallo Verlage! Titelvorschläge zum Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis bitte jetzt einreichen


Vorschläge mit dem Thema Integration  bevorzugt


Im Jahr 2018 wird der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis zum sechsten Mal an einen Autor der Kinder- und Jugendliteratur verliehen. Ab sofort bis zum 30. Juni 2017 sollten die interessierten Verlage herausragende Titel für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2018 vorschlagen.
Das erzählende Buch steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Jury und so sind zeitnahe Titel, welche das Thema Integration aufgreifen für den Preis des Jahres 2018 gerne gesehen.

Logo Deutsch-Französischer Literaturpreis 2018
Pressematerial der Kinder- und Jugendbuchmesse
Saarbrücken

Die Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken wartet auf Vorschläge, damit die Jury bald lesen kann. Also:

  • Liebe Autoren, sprecht eure Verlage an! 
  • Liebe Verlage, schlagt eure Neuerscheinungen vor!

Welche Bücher dürfen eingereicht werden?


Die in Frage kommenden Bücher sollten aktuell sein, das heißt zwischen dem 1. Januar bis 31. Dezember 2017 auf dem deutschen Buchmarkt erschienen sein oder zum Zeitpunkt dieser Ausschreibung bereits in der Produktion. Es darf noch keine Übersetzungen geben, denn die Rechte daran sollten für den "französischsprachigen Raum frei" sein.

Jeder Verlag darf zwei Titel einreichen. Bitte jeweils zwei Exemplare und eine PDF-Datei unter dem Stichwort "Jugendliteraturpreis" an die BUCHMESSE für Kinder- und Jugendbücher (17. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse : 28. September - 1.Oktober 2017) in Saarbrücken. Hier der Link zur Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken.

Titelgebüren werden nicht erhoben.

Die endgültige Nominierungsliste wird die Jury des Preises dann auf der Frankfurter Buchmesse
im Oktober 2017 vorstellen.

Welche Ziele hat dieser Buch-Preis?

die Kooperationspartner des Deutsch-Französischen Literaturpreises erhoffen sich durch ihre Wohltat an der Literatur eine "Vertiefung des literarischen Brückenbaus zwischen Deutschland und Frankreich und die Förderung zeitgenössischer Jugendbuchautoren". Man möchte zudem die Übersetzung des Werkes fördern.

Kooperationspartner des Deutsch-französischen Literaturpreises:



  1. Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit
  2. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken e.V.
  3. Die Ministerpräsidentin des Saarlandes
  4. Französisches Generalkonsulat Saarbrücken
  5. Salon du livre et de la presse jeunesse Seine-Saint-Denis
  6. Fondation Entente Franco-Allemande (FEFA)

Mittwoch, 22. Februar 2017

Hofspielhaus München Platero und ich

Hofspielhaus München


DOMINIK WILGENBUS & TAKEO SATO interpretieren Juan Ramón Jimenéz' „Platero und ich


Termin: 24. Februar 2017, Ort: Hofspielhaus München



Der Künstler Dominik Wilgenbus  und der Weltklasse-Gitarrist Takeo Sato versetzen die Zuhörer am Freitag, den 24. Februar 2017, in die Welt des Juan Ramón Jimenéz. Sie interpretieren, jeder auf seine Art, auf der Bühne des Hofspielhauses „Platero und ich“.

Zeichnung "Platero und ich"
Hofspielhaus München

Juan Ramón Jiménez' Platero


Platero, der kleine Esel mit tiefschwarzen Augen hat das Gemüt eines Kindes. Er gehört einem andalusischen Bauer, der durch den Esel eine neue Weltsicht bekommt. Juan Ramón Jiménez (1881–1958) versucht in seinen Gedichten um Platero das Phantastische einer Kindheit wieder hervorzulocken. Das Leben im Einklang mit der Natur führt zur Selbstfindung des Protagonisten.


 28 der Prosagedichte für Gitarre

Mario Castelnuovo–Tedescos (1895–1968) vertonte 1960 Jiménez' Gedichte im Stil der romantischen Liedtradition. Der Klang der spanischen Gitarre vermittelt die Stimmung der „andalusischen Schubertiade“.


Die Aufführung im Hofspielhaus


Die angekündigte Interpretation mit Gitarre und Erzählung scheint ein denkbar angemessener Rahmen für  Jiménez ´ anrührende Poesie, die eine andere, leisere, emotionalere und natürlichere Welt heraufbeschwören möchte.


DOMINIK WILGENBUS & TAKEO SATO

Freitag, 24. Februar 2017, 20:00 Uhr
PREMIERE
PLATERO UND ICH
Preise:
Eintritt: 23,00 Euro
Ermäßigung: 17,00 Euro
für Gitarre und Erzähler
von Juan Ramón Jiménez und Mario Castelnuovo–Tedesco



 Ort der Veranstaltung: Hofspielhaus 

Falkenturmstraße 8
80331 München


Schäfflertanz 2017 Muenchen Fasching

500 Jahre Schäfflertanz - Brauchtum und Tradition in München

Sieben Mal tanzen die Schäffler diese Woche in München

Auftritt der tanzenden Schäffler: 21.-28. Februar 2017, Ort: an 25 Plätzen in München (siehe unten)


Die Schäffler in München tanzen alle sieben Jahre zur Faschingszeit, das wäre heuer das Jahr 2019. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, denn heuer wird die Tanztradition der Schäfflergesellen 500 Jahre alt und so darf der Brauch bereits 2017 zur Faschingszeit gelebt werden. Die Schäffler-Zunft war seit dem Mittelalter stolz auf ihren Berufsstand und so wurde ihre Tracht zum uniform-ähnlichen Markenzeichen.

Tanzende Schäfflerfiguren am Schäffler-Eck am Marienhof,
Foto: Helga Waess

Die Auftritte der Schäffler im Jahr 2017


  1. Dienstag, 21. Februar: 14 Uhr, Bayerische Staatskanzlei
  2. Donnerstag, 23. Februar: 14 Uhr, Stachus; 15 Uhr, Rindermarkt; 15.45 Uhr, Viktualienmarkt
  3. Freitag, 24. Februar: 14 Uhr, Sendlinger Tor; 15 Uhr, Münchner Freiheit
  4. Samstag, 25. Februar: 12 Uhr, Marienplatz
  5. Sonntag, 26. Februar: 14 Uhr, Pariser Platz
  6. Rosenmontag, 27. Februar: 12 Uhr, Mariahilfplatz
  7. Faschingsdienstag, 28. Februar: 12 Uhr, PEP; 13.30 Uhr, Riem Arcaden
Tanzende Schäfflerfigur am Schäffler-Eck am Marienhof,
Foto: Helga Waess


Die tanzenden Schäffler


Allen voran tanzt entweder der Spaßmacher, eine Art Kasperl, dann der Vortänzer, die Fassschlager und die Reifenschwinger mit ihren Holzreifen. In den Holzreifen können Weingläser balanciert werden. Viele Tanzfiguren erinnern an die Pest. Die 20 Schäffler, die zurzeit durch München ziehen tanzen vier kleine Kreise, eine Schlange, dann die Laube mit den Kränzen, das Kreuz und den Reifenschwung im Schleifschritt. Und dann hält ein Schäffler eine Rede.

Tanzende Schäfflerfigur am Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess



Das Schäfflereck (Schäffler-/Wein-/Theatinerstraße)


Hier in der Schäfflerstraße in der Münchner Altstadt waren einst die Fassmacher oder Fassbinder mit ihren Betrieben ansässig. Im Jahr 1388 nannte man diese Straße auch Sporergasse. An der Ecke der Fassade finden sich zwei einzelne Schäfflerfiguren in traditioneller Tänzertracht als Hauszeichen. Beide Figuren wurden 1950 durch die "Hofkupferschmiede Ragaller" hergestellt.

Tanzende Schäfflerfiguren am Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess

Die typische Standestracht der Schäffler 


Sie besteht aus schwarzer Kniebundhose, weißen Kniestrümpfen und schwarzen Schuhen. Über der Hose tragen Sie ein Schurzleder. über einem weißem Hemd eine rote Jacke mit weißem Besatz und goldenen Knöpfen. Weiße Handschuhe können sein - müssen aber nicht zwingend dazu gehören. Aber die grüne Kappe mit dem weißblauen Federbusch gehört unbedingt dazu.

Am Schäfflertanz teilzunehmen war von Altersher eine große Ehre und nur Zunftmitgliedern vorbehalten - darunter meist unverheiratete Gesellen. Wer in der Zunft der Schäffler war brauchte einen einwandfreien Leumund. Schäfflermeister oder ihre Söhne nahmen nicht teil.
Berufsfremde Tänzer wurden ab 1960 wichtig, einfach deshalb, damit der Brauch des Schäfflertanzes weiter gepflegt werden konnte.

Tanzende Schäfflerfigur am
Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess

Die Geschichte des Schäfflertanzes


Der Tanz der Fassmacher, der Schäffler, hat eine lange Geschichte in München und Altbayern. Erstmals - so die Vermutung in zahlreichen Schriften - traten die Fasshersteller in ihren Kniebundhosen und roten Jacken nach der großen Pestepidemie im Jahr 1517 auf. Sie ermutigten die Bürger dazu das städtische Leben wieder aufzunehmen und sich heraus zu wagen.

Es ist aber nicht bewiesen, dass es diese Pest um 1517 in München gab (Stadtregister weisen keine erhöhten Todesraten in dieser Zeit auf).


Historisch nachweisbar ist der Schäfflertanz in München nach Schriftquellen erst seit dem Jahr 1702.






Tanzende Schäfflerfigur mit Krug am Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess

Die Schäffler im Münchner Glockenspiel


Im Münchner Rathausturm findet sich auf Dachhöhe das berühmte Glockenspiel, das die Hochzeit von Herzog Wilhelm V. mit Renate von Lothringen im Jahr 1568 thematisiert. Das historische Ritterturnier, das tatsächlich anlässlich der Hochzeit auf dem Marienplatz stattfand, wird in dem 16-figurigem Spiel ebenso wie der Tanz der Schäffler thematisiert.

Die Fassmacher waren mit ihrem Tanz die ersten, die nach der großen Pestepedmie im Mittelalter durch die Münchner Straßen zogen und das Ende der Trübsal verkündeten - so die Legende.
Ritter, Hofmarschall, Fürstenpaar und Schäffler tanzen jeden Tag zum Münchner Glockenspiel um 11 und um 12 Uhr (ab März-Oktober dann auch wieder um 17 Uhr).

Tanzende Schäfflerfigur am Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess

Alle sieben Jahre Schäfflertanz in München


Der Herzog selbst soll den Auftritt alle sieben Jahre begründet haben, da er die Sieben als Glückszahl sah.

Tanzende Schäfflerfigur am Schäffler-Eck in
München,
Foto: Helga Waess

Dienstag, 21. Februar 2017

SK Stiftung Kultur Nachlass August Sander

Kulturstiftung der Stadtsparkasse Köln, heute "SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn"


Der Nachlass von August Sander liegt in Köln


Sämtliche Nutzungsrechte liegen bei der SK Stiftung Kultur


Vor gut 53 Jahren verstarb der Photograph August Sander im Alter von 88 Jahren. Als Erbe trat sein Enkel Gerd Sander auf, der das Recht hat den Nachlass zu vermarkten oder zu veräußern.
Wie die SK Stiftung Kultur (Kulturstiftung der Stadtsparkasse Köln, heute SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn) am 14. Februar 2017 mitteilte, hat sie bereits im Dezember 1992 den Nachlass des Fotografen August Sander (1876-1964) erworben. Der Verkäufer Gerd Sander, hatte als Enkel des Photographen das Recht zum Verkauf. Gerd Sander ist der Sohn des Galeristen Julian Sander.

Photographien von August Sander und anderen
bis 19. März 2017 in der Ausstellung
"BerufsBilder.
Positionen zeitgenössischer Porträtfotografie"

Plakat: Neue Galerie Dachau 


Zu Unstimmigkeiten über den Künstlernachlass von August Sander


kam es, nachdem die Galerie Hauser & Wirth, deren Galerien-Filiale in den Staaten eine Kooperation mit Julian Sander hat, am 9. Februar 2017 ankündigte:

"Hauser & Wirth is pleased to announce its worldwide representation of the Estate of August Sander in collaboration with the artist's great grandson Julian Sander of Galerie Julian Sander, Cologne."

Zu guter Letzt ist auch noch das MoMa in New York im Gespräch


Wie sieht es zum Beispiel mit den 619 originalen Abzügen von Photographien August Sanders aus, die das Museum of Modern Art (MoMa) in New York besitzt und ebenfalls von Gerd Sander - im Jahr 2015 - erworben hat? 
Die Negative zu diesem Werk sind im Besitz des Nachlasses, der SK Stiftung Kultur. Dieses MoMa-Konvolut, ein im Jahr 2002 veröffentlichtes Mappenwerk (sieben Bände), zeigt einmalige Aufnahmen unter dem Titel "Menschen des 20. Jahrhunderts".

Sämtliche Nutzungsrechte liegen bei der SK Stiftung Kultur


Die SK Stiftung Kultur erwarb, wie der Presse mitgeteilt wurde, neben dem Nachlass auch "sämtliche am Werk von August Sander bestehenden Nutzungsrechte" und dieses "örtlich, inhaltlich und zeitlich unbeschränkt".

Wie groß ist das Konvolut des Nachlasses August Sander in Köln?


Das Konvolut, welches im Jahr 1992, übernommen wurde, so die Stiftung umfasse


  • "10.700 originale Negative, 
  • ca. 3.500 Vintages, 
  • die originale Korrespondenz,
  •  die Privatbibliothek 
  • sowie Mobiliar 
  • und Teile der photographischen Ausrüstung." 


"August Sander Archiv"


Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur hat für diesen Nachlass das "August Sander Archiv" begründet. Sie will wissenschaftlich fungieren und Exponate für "museale Kunstausstellungen und für wissenschaftliche Publikationen" zur Verfügung stellen.

Die Erweiterung der Sammlung liege ebenfalls im Interesse der SK Stiftung Kultur, weshalb bis dato "einige tausend Vintages" hinzugekauft wurden.

Erklärtes Ziel der Stiftung sei es, das Gesamtwerk des Photographen August Sander öffentlich auszustellen und zu erhalten.


Die SK Stiftung Kultur und ihre Photographische Sammlung erklärt, dass sie die "einzige legitime Repräsentanz dieses Nachlasses von August Sander" sei.

Link zur Homepage der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Vermarktung des Nachlasses durch die SK Stiftung Kultur

Die Stiftung bietet Editionen aus dem Nachlass von August Sander (1876-1964) auf ihrer Homepage zum Kauf an. Die Photographien können in Auflagen von 150 Stück und zu Preisen von 249,- und 399,- Euro bestellt werden (Preise sind der Homepage der Stiftung entnommen).

Das Kunsturheberrechtsgesetz (KunstUrhG) zu den Rechten an Photographien eines Künstlers 


Der Künstler/Photograph und seine Erben haben bis zu 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers ein Urheberrecht-Schutz. Danach wären die Kunstwerke eigentlich gemeinfrei, es sei denn Sie sind ihm Besitz einer Institution (Archiv etc.), die den Nachlass erworben hat und verwaltet. In diesem Falle darf "NUR" der Nachlass die Werke vermarkten.


Photographien von August Sander bis 19. März 2017 in der Neuen Galerie Dachau


Tipp: Ausstellung BerufsBilder in der Neuen Galerie Dachau. Zeitgenössische Porträtfotografie dokumentiert Berufe. Fotografien von August Sander, Thomas Bachler & Karen Weinert, Herlinde Koelbl, Joerg Lipskoch, Hannes Rohrer, Stefan Schröder und Albrecht Tübke

Die Ausstellung präsentiert "BerufsBilder. Positionen zeitgenössischer Porträtfotografie". Auf der Basis von August Sanders Serie "Menschen des 20. Jahrhunderts".

Montag, 20. Februar 2017

Deutsches Theater Rosengala 2017

Deutsches Theater München -   Rosengala 2017 



BALLSAISON: Faschingsfreitag geht es zur Rosengala



Termin: Freitag, den 24.2.2017 um 20.00 Uhr, Ort: Deutsches Theater 



Mit der Rosengala können die Gäste des Deutschen Theaters am Freitag einen der beliebtesten Bälle der Stadt feiern. Es ist einer der Traditionsbälle Münchens.

Tanzende Marktfrauen vom Viktualienmarkt,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das einzig Gute, was die Füße im Fasching tun können, ist tanzen!


Ein festliches Ambiente für Tanzprofis und Zuschauer. Es wird in die Nacht getanzt. Selbstverständlich in angemessener Ball-Abendgarderobe.

Für die Musik sorgen SM!LE - The Ballroom Band, Stage Crew Munich, die Münchner Française und viele mehr

Samstag, 18. Februar 2017

Sonntag, 19. Februar: Faschingsumzug Muenchen 2017

Faschingsumzug in München 2017

„Helau!“ München feiert Fasching


Termin: 19. Februar 2017 ab 11 Uhr vom Odeonsplatz bis zum Stiglmaierplatz


Am morgigen Sonntag startet der Münchner Faschingsumzug. Während im Hotel Bayerischer Hof noch die Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet (der TV-Sender Phoenix überträgt live), wird der Faschingsumzug ablaufen. Er startet 2017 am Odeonsplatz und führt über die Brienner Straße und den Propyläen am Königsplatz weiter bis zum Stiglmaierplatz.

Viktualienmarkt am Faschingsdienstag
Foto: Helga Waess

Musik und Showtanzgruppen, Kindertanzgarden


Erwartet werden 60 Faschings-Gruppierungen, bunten Wägen und natürlich phantastisch-lustige Kostümen. Musik und Showtanzgruppen, Kindertanzgarden und wie sollte es anders sein: das Prinzenpaar. Ihre Tollität, Christian III. vom güldenen Maisfeld und seine Prinzessin Petra IV. von der Speicherwies (Es wird in diesem Blog unter diesem Link kurz vorgestellt).

Nach dem Zug auf zur großen After-Zug-Party mit Live-Musik im Löwenbräukeller

Den Faschingsumzug ließen im Jahr 2006 die "Damischen Ritter" wieder aufleben!

Am letzten Faschingswochenende feiert München 3 Tage lang!

Die große Faschingsparty startet dann am 26. Februar am und rund um den Marienplatz und endet mit dem "narrischen Kehraus" samt tanzender Marktweiber (Unbedingt auf den Viktualienmarkt kommen!) am Faschingsdienstag, am 28. Februar 2017.

Tanzende Marktweiger auf dem Viktualienmarkt -
am Faschingsdienstag ist es wieder soweit!
Lebendige Münchner Tradition
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das Münchner Faschings-Prinzenpaar bringt Narrhalla-Orden 2017

Münchner Fasching 2017


Der "Kartoffel Heini" mit Ehefrau Petra sind das Prinzenpaar des Jahres 2017

Ihre Tollität, Christian III. vom güldenen Maisfeld und seine Prinzessin Petra IV. von der Speicherwies


Der diesjährige Faschingsprinz wurde im Jahr 1975 in München geboren. Christian Gaisböck wuchs in Laim auf. Seine Liebe zu München und besonders zur Wies´n, zum Viktualienmarkt, zum Englischen Garten, zur Innenstadt mit der Fußgängerzone oder zur Leopoldstraße bringen ihn immer wieder ins Schwärmen.


Narrhalla Orden 2017
Entwurf von
Narrhalla Ehrensenator Bernd Heiden
Foto: Waess

Gelernt hat der Prinz dereinst Groß- und Außenhandelskaufmann, auf welchen er bereits in jungen Jahren den Master of Management deckelte. Von Kollegen als „Kartoffel Heini“ verschrien, ging Christian in den Agrar- und Saatgut- und Düngerbereich und das Deutschland -und Osteuropaweit.

Dem  Fasching gehört sein Herz


Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra werden beide, als offizielles Faschingsprinzenpaar der Landeshauptstadt noch bis Faschingsdienstag in München regieren und Orden verteilen!

Donnerstag, 16. Februar 2017

Preis der Leipziger Buchmesse 2017 - Hier sind die Nominierungen

Preis der Leipziger Buchmesse


Belletristik - Sachbuch - Übersetzungen: die 15 Nominierten stehen fest


Termin für die Preisverleihung: Erster Messe-Tag, 17. März 2017; Ort: Glashalle der Leipziger Messe


Der 17. März  2017 ist das Datum, welches die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse kaum erwarten können. Auch ihre Verleger und natürlich die Leser sowie diverse Medienvertreter rätseln gespannt darüber, wer das rennen macht.

München, Foto: Helga Waess

Verkaufszahlen schnellen in die Höhe!


Immerhin ist dieser begehrte Preis nicht nur mit 60.000 Euro dotiert, nein, er verspricht auch steigende Verkaufszahlen im Buchmarkt.

2017 verleiht die Buchmesse in Leipzig ihren Preis zum 13. Mal an je eine attraktive Neuerscheinung aus den Bereichen "Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung".

Sponsoren und Unterstützer des Preises sind neben dem

  • Freistaat Sachsen, 
  • die Stadt Leipzig, 
  • das "Literarische Colloquium Berlin (LCB)", 
  • als Medienpartner das "Magazin buchjournal" 
  • und das "Deutschlandradio".


Die Finalisten der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017


Insgesamt wurden 365 neue Werke eingereicht. Die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke hat aus der Fülle des aktuellen Bücherwaldes 15 preisverdächtige Exemplare herauskristallisiert.

In jeder Kategorie sind fünf Werke nominiert.

Im Bereich Belletristik


  1. Lukas Bärfuss mit "Hagard" (Wallstein Verlag) 
  2. Brigitte Kronauer mit "Der Scheik von Aachen" (Klett-Cotta Verlag)
  3. Steffen Popp mit "118" (Kookbooks) 
  4. Anne Weber mit "Kirio" (S. Fischer Verlag) 
  5. Natascha Wodin mit "Sie kam aus Mariupol" (Rowohlt Verlag) 

Im Bereich Sachbuch/Essayistik


  1. Leonhard Horowski mit  "Das Europa der Könige. Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts" (Rowohlt Verlag) 
  2. Klaus Reichert betrachtet den "Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen" (S. Fischer Verlag) 
  3. Jörg Später mit "Siegfried Kracauer. Eine Biographie" (Suhrkamp Verlag) 
  4. Barbara Stollberg-Rilinger mit der Biographie "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit" (Verlag C.H.Beck´) 
  5. Volker Weiß und die "Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes" (Klett-Cotta Verlag) 


Und im Bereich Übersetzungen wurden nominiert:


  1. Holger Fock und Sabine Müller übersetzten aus dem Französischem: "Mathias Enard: Kompass" (Verlag Hanser Berlin) 
  2. Gregor Hens übersetzte aus dem Englischen: "Will Self: Shark" (Hoffmann und Campe Verlag) 
  3. Eva Lüdi Kong übersetzte aus dem Chinesischen "Ungewisser Verfasser: Die Reise in den Westen" (Reclam Verlag)
  4. Gabriele Leupold übersetzte aus dem Russischen: "Andrej Platonow: Die Baugrube" (Suhrkamp Verlag) 
  5. Petra Strien übersetzte aus dem Spanischen: "Miguel de Cervantes: Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda" (Die Andere Bibliothek) 



Wir freuen uns auf den Trommelwirbel auf der Leipziger Buchmesse 2017, 
wenn am 17. März die drei Gewinner bekannt gegeben werden.

Mittwoch, 15. Februar 2017

art Karlsruhe - Hans Platschek Preis 2017 geht auf der Messe an Meese

art Karlsruhe: Preisverleihung / Florian Illies


Der erste Messe-Tag wird 2017 ein Meese-Tag. "Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift" geht an Jonathan Meese

Termin: 16. Februar 2017, um 17 Uhr / Ort: im Forum der dm-arena, auf der Kunstmesse artKARLSRUHE, in Halle 4


Traditionell wird am ersten Messetag auf der art KARLSRUHE der "Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift" verliehen. Es handelt sich um einen Preis für den man sich als Künstler nicht bewerben kann. Seit 2008 wird hiermit jährlich ein Künstler geehrt, der sich in seinem bildnerischen Schaffen auch mit Buchstaben und dem geschriebenen Wort auseinandersetzt. In diesem Jahr hat der Einzel-Juror Florian Illies, die Wahl getroffen:

2017 heißt der Preisträger Jonathan Meese.

Ein Künstler, der durch seine "überbordende Lust an der Sprache" und seine "aberwitzige-genialen Bildtitel" neue Sicht-Ebenen schaffe, so Illies in der Begründung.

Foto / Bildbearb.: Helga Waess

Jonathan Meese - Kunst als Provokation - Kunst als Evolution

Jonathan Meese gilt als Enfant terrible-Artist unserer Zeit. Seine Kunst provoziert. Seine Kunst ist politisch und unbedingt zeitgenössisch. Seine Homepage selbst ist eine Installation und versetzt den User in eine digitale Bild-Performance und -Sprache, die die Auseinandersetzung einfordert. Bereits bei der Form der Buchstaben und bei den Farben (zurzeit rot und schwarz) wird auf ein Bildgedächtnis des Betrachters angespielt. Bilder ergänzen das Wort. Meese provoziert. Sein Atelier ist sein "Hauptquartier in Berlin".
Auf den meisten Atelier-Fotos sieht der Betrachter Meeses kritische Mutter Brigitte mit ihm im Dialog oder, wie die Worte sagen, im "Monolog" mit dem Künstler. Auch in diesem Homepage-Beispiel werden die Bildtitel nicht ohne "Witz" sorgfältig gewählt.

Dieser Künstler passt in keine Schublade und macht doch selbst immer wieder historische Schubladen auf, um ganz tief hineinzugreifen und den Müll der Zeiten am Aktuellen zu spiegeln.

Meeses künstlerischen Äußerungen und Weltsichten werden in Form von Installationen, Videokunst, Performances, Theater-Installationen (wir erinnern uns an den Wagner-Streit), Skulpturen und Collagen zum Gegenpart des Kunstbetrachters. Malerei, Zeichnung, Schrift und Wort sind in Meeses künstlerischem Schaffen klassische Ausdrucksformen, auf welche der Künstler stets zurückkommt. Und er besteht darauf: "Kunst soll als Kunst gesehen werden"! Daher findet sich in Meeses Werk auch der Hinweis: Kunst ist keine Realität!

Florian Illies wählt Jonathan Meese als Hans Platschek-Preisträger 2017 aus und stellt seine Lust an Sprache und aberwitzigen Bildtiteln in den Mittelpunkt. 



Der Einzeljuror Florian Illies


Der Kunsthistoriker Florian Illies M.A. ist unter anderem Buchautor, wir erinnern uns an seine Publikation "Generation Golf" (2000) und sein Jahrhundert-Rückblick "1913: Der Sommer des Jahrhunderts" (2012). Er ist aber auch Journalist und Kunsthändler. Nach seiner journalistischen Karriere als Feuilletonchef bei der FAZ, Gründer des Kunstmagazins "Monopol. Magazin für Kunst und Leben", Herausgeber und Chefredakteur der "Welt am Sonntag" und seiner Tätigkeit bei der ZEIT, stieg Illies im Jahr 2011 als Gesellschafter in das Auktionshaus Villa Grisebach ein. Die bis dahin fast stiefmütterlich behandelten Künstler des 19. Jahrhunderts wurden durch sein Zutun für den Kunsthandel interessanter.

Hans Platschek (1923-2000) - Ein schreibender Maler

Der bildende Künstler Hans Platschek war auch Karikaturist, Publizist und Kritiker. Ein schreibender Maler. Der Kunstbetrieb erinnert sich an seine Publikation "Die Dummheit in der Malerei" (1984).

Die Hans Platschek Stiftung wurde 2005 in Hamburg gegründet


Der Preis für Kunst und Schrift wird jährlich auf der art KARLSRUHE verliehen. Der Preisträger wird jeweils durch Einzel-Juroren bestimmt. Preisträger und Juroren der letzten Jahre:


  • 2008  Den ersten Hans Platscheck Preis jurierte Manfred Eichel. Der erste Preisträger war F. W. Bernstein
  • 2009  Werner Hofmann wählte im zweiten Jahr der Preisverleihung Friedrich Einhoff als Preisträger aus 
  • 2010  Axel Hecht bestimmte Monika Grzymala im Jahr 2010 zur Preisträgerin 
  • 2011  Harald Falckenberg wählte Werner Büttner aus
  • 2012  Ulrich Krempel gefiel die künstlerische Auseinandersetzung mit Kunst und Schrift von Rolf Bier
  • 2013  Robert Fleck fand Guillaume Bruère preiswürdig
  • 2014  Ulrike Groos wählte als Preisträgerin Sandra Boeschenstein
  • 2015  Sebastian Giesen bestimmte im Jahr zuvor Rikuo Ueda's Kunst als Preiswürdig
  • 2016  Matthias Mühling vergab im letzten Jahr den Preis an Justin Almquist
  • 2017 Florian Illies bestimmt Jonathan Meese als Preisträger des Jahres 2017














Dienstag, 14. Februar 2017

10 Jahre art KARLSRUHE - Internationale Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst

art KARLSRUHE 2017

35.000 Quardratmeter für die Kunst - 10 Jahre art KARLSRUHE


16. bis 19. Februar 2017 auf dem Messegelände in Karlsruhe


Mit der Preview für geladene Gäste startet heute, am 15. Februar um 15 Uhr, die Art Karlsruhe, die Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Seit nunmehr 10 Jahren gibt es diese Kunstmesse, die zu ihrem Jubiäum mit zahlreichen Sonderausstellungen, Preisverleihungen und Talks rund um das Kunstgeschehen aufwartet. Ach ja, die insgesamt 200 Galerien aus 11 Ländern versprechen einen Überblick der besonderen ART.

Karlsruhe, Foto: Helga Waess

Sonderausstellungen auf der art KARLSRUHE


Den Besuchern werden in interessanten Sonderausstellungen bekannte Sammlungen und Sammelgebiete vorgestellt.

Kinderbuchillutrator und Grafiker Tomi Ungerer


Die Sammlung Würth, zeigt in einer schönen Ausstellung Tomi Ungerer (* 1931). Über 120 Werke des Illustrators und Karikaturisten aus den Bereichen Collage, Zeichnung und Objektkunst geben einen Einblick in das Schaffen des französischen Künstlers.

Die Ausstellung "30 Jahre Retour de Paris"

100 Quardratmeter Fläche stellt die Kunstmesse für die Präsentation der Stipendiaten mit Atelierstipendien an der Cité zur Verfügung. Internationale Kunststipendiaten werden seit 30 Jahren nach Paris eingeladen, um dort mit anderen Künstlern zusammen zukommen und sich zu vernetzen. Nun gibt es in Karlsruhe eine Überblicks-Show.

Sonderschau Druckgrafik

Es ist an der Zeit, dass einmal die Editeure eine Sonderausstellung erhalten. Insgesamt werden in dieser Schau 119 Werke der Druckgrafik präsentiert, die von den teilnehmenden Galerien für diese kuratierte Ausstellung beigesteuert wurden. Hier ist für jeden etwas dabei, denn preislich reicht die Spanne von 150 bis zu 80.000 Euro.


Aber es werden auch Preise vergeben

10. Hans Platscheck Preis


Jonathan Meese, lange Zeit das Enfant terrible des Zeitgenossen-Marktes, erhält auf der Kunstmesse den 10. Hans Platscheck Preis. Meeses Arbeiten mit Malerei und Text, Buchstaben, Wortbruchstücken sprechen an.

Über den art KARLSRUHE-Preis, 

das ARTIMA art meeting, die Messe-Talks und weitere Events werden wir in den nächsten Tagen hier berichten.

Dienstag, 7. Februar 2017

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag - eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig in Köln

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag

"Gerhard Richter - Neue Bilder". Eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig

Termin: 09. Februar bis 01. Mai 2017 in Köln


Neue, abstrakte Bilder, gewaltige Farbschichten, die fast explosiv aufgetragen und dann durch abschaben oder abkratzen verändert, ja, neu definiert wurden. Ganz neue, im Jahr 2016 gemalte Werke, werden dem eigenen Sammlungsbestand in Köln gegenüber gestellt. In diesen neuen Arbeiten findet sich Richters ganzes Schaffen: Das Auge sucht nach Strukturen und verliert sich in einer bunten Realität seiner Kunst.

Blog-Beitrag aus Muenchen, Foto: Helga Waess


Gezeigt wird aber auch Klassisches, das erkennen lässt wo Richter herkommt und was seine Künstlerseele in jener Zeit wahrnahm, wie das Gemälde "Ema" (Akt eine Treppe hinabsteigend).

Gerhard Richter zählt zu den großen Künstlern unserer Zeit


Im Jahr 1932 geboren, erhielt er von 1948 bis 1951 die Ausbildung als Bühnen- und Werbemaler und ging gleich anschließend zum Studium an die Kunstakademie Dresden. 1961 setzte er dieses Studium in Düsseldorf fort. Seine erste Einzelausstellung hatte Richter im Jahr 1964, wer seine Werke damals kaufte, hatte einen guten Riecher - wie man so schön sagt. Ab 1967 war der Künstler Gastdozent in Hamburg und schließlich von 1971 bis 1994 als Professor an der Düsseldorfer Akademie tätig.
Jetzt, im 85-igsten Lebensjahr, bekommt Gerhard Richter im Museum Ludwig in Köln eine Ausstellung.


Zu den großen Werken der Kunst des 20. Jahrhunderts zählen ohne Zweifel Gerhard Richters direkte, künstlerische Umsetzungen der realen Welt. Sie verwandelt sich in eine gemalte, verschwommene, teils kaum mehr erkennbare Realität. Anfangs gibt es noch Titel. Er reagiert künstlerisch auf politische Empfindungen und Begebenheiten.
Richter spielt mit Wahrnehmungen und malt eine sich öffnende Tür gleich fünf mal. Der Betrachter möchte hindurchgehen und doch ist dieser über 5 Meter lange Türen-Zyklus aus dem Jahr 1967 nur Illusion. Ein Gemälde-Zyklus, den Peter Ludwig damals kaufte und der in Köln unter den älteren Werken des Künstlers zu sehen sein wird.

Richter reagierte fast sofort auf die in den 80er Jahren in den Massenmedien publizierten Fotos. Er nahm alte Familienfotos zur Hand und schaffte auf dieser Grundlage überdimensionierte verschwommene schwarz-weiß Gemälde und Porträts. Der Titel dieser Gemälde wird das Statement seiner Werke.
Durch die Gemäldeserie "18. Oktober 1977" wird er in eine politische Ecke gerückt. Der RAF -Zyklus wurde 1995 für das Museum of Modern Art angekauft und wird seit dem in New York ausgestellt.

Ein Hauch Fotorealismus bleibt spürbar, denn hier liegen zumeist die Vorbilder, dennoch erscheinen diese Porträts wie mit unscharfer Brille betrachtet.
Das Unscharfe, das Verschwommene, das nach vielen Ansichten in der Wahrnehmung sich verändernde wird sein Thema bleiben. Historiengemälde einmal anders interpretiert. Sie werden zu Fenstern der Erinnerung.




Samstag, 4. Februar 2017

Bodensee Klassik - die Oldtimer-Rallye im Mai 2017

6. Bodensee Klassik 2017


Im Mai geht es zur Oldtimer-Rallye ins schöne Voralpenland


Wichtiger Termin: 4. bis 6. Mai 2017 


Im Mai treffen sich wieder Young- und Oldtimer-Fans zur Bodensee Klassik - ein Termin, den man sich als Freunde des klassischen Auto-Designs und ursprünglichen Fahrvergnügens vormerken sollte.

Ein echter Hingucker und pures Lebensgefühl
der "T1" - Bulli, Foto: Helga Waess (Archiv)

Die Rallye, bei der das Dabei-Sein wichtiger ist als die Schnelligkeit, geht wieder in Bregenz los. Die Strecke führt entlang der Alpen und schlängelt sich über die Vorarlberg-Region und das Allgäu bis ins oberschwäbische Ländle - vorbei geht es an landschaftlich schönen Panoramen und durch landwirtschaftlich gepflegte Wiesen.

Genf Internationale Motor Show im März 2017

Geneva Motor Show 2017


TIPP für den "Heißen Auto-Frühling"


9. bis 19. März 2017: Genfer Auto-Salon



GENF. Im März ist es wieder soweit! Der Internationale Auto Salon in Genf lädt zu einer europäischen Automesse. Eine Traditions-Veranstaltung, welche im Jahr 1905 - damals noch "Nationale Automobil- und Fahrradausstellung" - erstmals in der Schweiz stattfand.

Foto: Helga Waess

700 Automarken werden am Lac Léman gezeigt. Sportwagen und exotische Schlitten werden das  Auge reizen. Und wir sind sicher: fast jeder Autohersteller wird neben gängigen Motoren auch neue Antriebsmodelle vorstellen.

Der Quant 48Volt soll als E-Sportauto sogar 760 PS auf die Straße bringen.

Bayerischer Landwirtschaftlicher Hofball

Deutsches Theater


Bayerischer Landwirtschaftlicher Hofball 2017


Tipp: Sonntag. 5. Februar 2017, 19.00 Uhr



"Zünftig feiern mit Tracht und Tradition", so das Motto des Bayerisch Landwirtschaftlichen Hofballs. Das "Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt" und das Magazin "Echt Bayern" präsentieren den Hofball 2017.

Foto: Helga Waess


Traudi Siferlinger von den Wirtshausmusikanten des BR führt durch die Ballnacht. Es spielen die Traditionsgruppen: Tegernseer Tanzlmusi / Die Steirische Streich.
Der Hochzeitslader Erdäpfekraut und ein Tanzmeister werden für Stimmung sorgen.

Die gute bayerische Küche wird den bayerischen Lebensgenuss komplettieren.

Der Dresscode am Sonntagabend im Deutschen Theater heißt: Tracht oder festliche Abendgarderobe

Muenchner Tanznacht Fasching

Deutsches Theater - Faschingsball


"München tanzt durch die Welt" mit kubanischem Flair in den Weißwursthimmel


Samstag 4. Februar 2017. Tipp heute: Münchner Tanznacht ab 20.00 Uhr im Deutschen Theater



Im Fasching geht es auch in München rund. Es ist die Zeit der Bälle. Das Deutsche Theater lädt zu Walzer, Foxtrott, Rock und kubanischem Flair ein.

München im Fasching, Tanzende Marktfrauen auf dem
Viktualienmarkt, Foto: Helga Waess (Archiv)

Der Ball: Münchner Tanznacht!

Faschingsvolk und Tänzer sind aufgerufen mitzutanzen, wenn es heute zur Tagesschau-Zeit heißt: aktiv werden und mittanzen. Die traditionelle Münchner Tanznacht ist ein Highlight der Faschingszeit im Deutschen Theater.

Ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Tanzschulen 

Wenn die Tanzschulen zum Ball aufrufen, sind alle Musik- und Tanzstil-Richtungen dabei. Getanzt wird durch alle Säle des Deutschen Theaters.

Jeder Saal ist eine andere Tanzwelt

Der bekannte Hauptsaal wartet mit dem "Högl Dance Orchestra" auf. Hier werden die Ballgäste zum Dreivierteltakt schweben und sich zum Foxtrott "aufschwingen".
Für Rock'n'Roller wird  im Silbersaal die Band "Cagey Strings" aufspielen.
Und vergessen wir nicht das Foyer, wo der Feier-Hungrige eine Oase der Südsee findet. Die heißen Rhythmen Kubas von "Rafaelito Y Su Tumbao" werden sprühende Leidenschaft entzünden.

Und Bayern ist auch dabei: im "Weißwursthimmel" findet man typische Schmankerl und Musik von Francesco Blue.


Theater heißt aber auch: Show

Das Showprogramm und eine traditionelle Münchner Francaise um Mitternacht runden das ganze ab - dabei auch hier die Musikgruppen Cagey Strings und das Högl Dance Orchestra.

Mittwoch, 1. Februar 2017

FRAMED Analoge Photographien von Dimitri Davies in München

FRAMED - Analoge Photographien von Dimitri Davies


Reportagen und Menschenbilder des Münchner Fotografen Dimitri Davies 

Photo-Ausstellung: Noch bis 3. März bei Bagels & Muffins in der Barer Strasse 72 in München Schwabing


Die ganze Welt ist ein Foto, das unser Sehen und Denken bereichert - so könnte man jede Ausstellung des Münchner Fotografen Dimitri Davies umreißen. Und doch lohnt es sich immer wieder genauer hinzuschauen:

Bild zur Ausstellung FRAMED -
Analoge Photographien von
Dimitri Davies

Dimitri Davies sieht genau hin 


Nicht ein Luftzug, nicht ein Windhauch, der Bewegung bringt, scheint ihm zu entgehen. Er erfasst Motive, die er mit geschultem Auge exakt wahrnimmt und fokusiert.

In seiner aktuellen Ausstellung FRAMED  zeigt der Münchner Fotograf nun einen Querschnitt seiner ungewöhnlichen Fotoarbeiten:

Seine Moment-Blicke entstanden in St. Petersburg, in Paris, in Venedig und auch in München.

Reportagen. Menschenbilder. 


Momente, die mit Kamera konserviert werden und ein zeitgenössisches Bild von Orten und Menschen reflektieren. Begegnungen, Leben, die kurzzeitig nebeneinander stattfinden und durch die Kamera in einen Rahmen wandern.
FRAMED zeigt Menschen, Städte, Häuserschluchten und deren Miteinander.

Venedig ist und bleibt ein Mythos, die Tauben am Markusplatz und das Wasser der Lagune. In diesen Fotografien entdeckt man das alte und das aktuelle Venedig als Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt aus dem Hier und Jetzt.

Alles scheint für diese eine Fotografie kurz stillgehalten zu haben, und sei es auch nur um das Auge des Betrachters zu reizen. Reale Existenzen als Kunstfotografie. Jede Aufnahme zeigt die Weltsicht ihres Fotografen und nimmt uns mit in bildhafte Erzähl-Stränge, mit in die Kamera von Dimitri Davies.

Sogar die Architektur erscheint einen Moment lang - und nur für ihn - organischer Natur gewesen zu sein, nicht endende Treppen, Fensterreihen im Sonnenlicht, Schachbrett-Flächen mit schmerzender Regelmäßigkeit und ihre Wahrnehmung im Kunstbetrieb.

In dieser fotografisch fixierten Welt, ist der Himmel eine Frau, hat ein Gesicht, das der fernen Weite wiederum einen Hintergrund für das sperrige und doch filigrane Gerippe einer Baumkrone bietet.

Ausstellung FRAMED mit Fotografien von Dimitri Davies - in
Bagels & Muffins in der Barer Strasse 72 in München Schwabing.
Foto: Dimitri Davies

Eine riesige - eine kleine Welt. 

Aber alles liegt heute, in der Ausstellung FRAMED von Dimitri Davies, im Auge des Betrachters.

Der Fotograf Dimitri Davies lässt viel Raum für Fantasie und animiert den Betrachter zum Hinfühlen und Interpretieren


Davies präsentierte vor über zehn Jahren erstmals seine Reportage-Fotografien aus dem Irak. Damals mit Splitter-Schutzweste und Fotoapparat ausgerüstet, gehörte Dimitri Davies zu jenen Kriegs-Fotografen, die den Menschen im Krisengebiet dokumentierten. Seine Aufnahmen zeigten große Augen in entzauberten Kindergesichtern, die Trümmer der Häuser und wachsame Soldaten.

Davies war im Hebron an der Klagemauer.

Er zoomte verschleierte Frauen und ihre Kinder, die auf dem Weg zur Schule beschützt wurden - von Soldaten. Und der Dokumentar-Fotograf zeigte auch die andere Seite:
gegerbte Gesichter von Alten mit Turban, wissende Augen, die alles gesehen hatten. Realitäten, die man nur Vorort erlebt.


Ausstellung FRAMED mit Fotografien von Dimitri Davies - in
Bagels & Muffins in der Barer Strasse 72 in München Schwabing. 
Foto: Dimitri Davies


Hier zwei Links zu den Arbeiten von Dimitri Davies: