Mittwoch, 28. Februar 2018

Münchner Bücherschau junior

12. Münchner Bücherschau junior


Kinder- und Jugendliche treffen ihre Autoren auf der Bücherschau im Stadtmuseum München


Die Bücherschau für Kinder- und Jugendbücher in München beginnt am Samstag 


Vom 3. März - 11. März 2018 können Kinder mit und ohne Eltern, Schulklassen, Horte und Kindergärten täglich 9:00 bis 19:00 Uhr die neuen Kinderbücher der Verlage und deren Autoren erleben. In einer Buchausstellung im Stadtmuseum München werden die Geschichten der Kinderbuchautoren erlebbar. Es gibt Autorenlesungen Lesereisen und ein umfangreiches Programm.

München - Nationaltheater, Foto: Helga Waess (Archiv)

Wie kommt die Geschichte in das Kinderbuch? Werden Kinderbücher eigentlich von Kindern geschrieben?


Eine Woche lang wird die  einmalige Gelegenheit, Autorinnen und Autoren live zu sehen und zu hören, mit ihnen zu reden und Fragen beantwortet zu bekommen.

Schulklassenprogramm für Horte und andere Kindergruppen 


Hierfür sollte man sich rechtzeitig anmelden. Ein Programmheft liegt im Stadtmuseum aus.


  • An allen Vormittagen jeweils um 9.00 und um 11.00 Uhr wird im Stadtmuseum auf der Münchner Bücherschau eine Autorenlesungen geboten. 
  • Angesprochen sind Schulkinder der 1. bis 10. Klasse und Kindergärtnerinnen mit ihren Kindern ab 5 Jahren. 
  • An manchen Tagen wird um 9.00 Uhr außerdem eine spannende "Lesereise" für die dritte bis achte Klasse angeboten.


Richtig Spaß bringt dann der  Verlag Bunt & Vielfalt von Kultur & Spielraum, der seine Werkstätten zum aktiven Mitmachen von Mittwoch bis Freitag und hier auch nachmittags öffnet, so dass Eltern mit Kindern oder beste Freundinnen und Freunde alles rund um das Buch erfahren können.

2. Münchner Bücherschau junior

3. März - 11. März 2018

täglich 9:00 bis 19:00 Uhr

Freitag, 23. Februar 2018

Deutscher-Jugendfotopreis-2018-Wettbewerb

Deutscher Jugendfotopreis 2018


Es sind nur noch knapp 3 Wochen für die Teilnahme am Wettbewerb um den Deutschen Jugendfotopreis 2018 


Jugendliche fotografieren künstlerische Porträts, spannende Inszenierungen, Reportagen und spielen mit Experimenteller Fotografie


Einsendeschluss: 15. März 2018 Der Deutsche Jugendfotopreis, der inzwischen traditionsreiche Wettbewerb für alle Jungfotografen bis 25 Jahre, wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum im Auftrag des Bundesjugendministeriums veranstaltet. Für die Gewinner werden Geldpreise verteilt, die eine Gesamtsumme von 11.000 Euro ergeben. Es wird Sieger in vier Altersgruppen und drei Themenbereichen geben. Ferner wird der Photoindustrie-Verband  Preise für die besten Arbeiten von Foto-AGs bereitstellen.
Alle Sieger des Deutschen Jugendfotopreises 2018 werden Ende September in einer Ausstellung auf der photokina, der Weltleitmesse für  Photo, Kino und Imaging, geehrt (hier der Link zur photokina-Hompage). Also Augen auf und Klick, denn ganz egal, ob teure Foto-Kamera oder Smartphone, allein das Motiv, die kreative Bildidee, der individuelle Blickwinkel und die möglichst originelle Umsetzung zählen.

Logo zum Wettbewerb "Deutscher Jugendfotopreis 2018"

Der Deutsche Jugendfotopreis-Wettbewerb wird für folgende drei Themen-Bereiche veranstaltet



  1. Beim offenen Wettbewerb werden die Motive frei gewählt
  2. beim Jahresthema mit dem Titel "Ich und die Welt" steht die Selbstdarstellungen,  der eigene Blick auf das Leben als Jugendliche/r in der realen und/oder in der virtuellen Welt.
  3. Im "Forum für Experimente" sind Digitale Collagen aus eigenen Fotografien, Animationen und Imaging, also auch freie Bild-Erfindungen gefragt.

Durch diese drei Vorgaben sind der Fotografen-Fantasie fast keine Grenzen gesetzt und:

in jeder der drei Kategorien kann man Preise gewinnen.

Für Chancengleichheit sorgt die Aufteilung der jugendlichen Teilnehmer in vier Altersgruppen:


  • bis 10, 
  • von 11 - 15, 
  • von 16 - 20, 
  • und von 21 - 25 Jahre.

Der Photoindustrie-Verband stellt außerdem Preise für die besten Arbeiten von Foto-AGs bereit.


Wer teilnehmen möchte findet alle Informationen zum Wettbewerb auf der offiziellen Homepage Jugendfotopreis.de unter diesem Link


Projektleiter Jan Schmolling freut sich - zusammen mit seinem Team - auf alle Einsendungen:

"Seit seiner Gründung 1961 gibt der Deutsche Jugendfotopreis wichtige Impulse und zeigt die jeweils aktuellen Trends der Jugendfotografie. Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf künstlerische Porträts, spannende Inszenierungen, Reportagen und Experimente."

Deutscher Jugendfotopreis 2018

Einsendeschluss für die Teilname am Wettbewerb ist der
15. März 2018

Eine Veranstaltung des
Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum 
Küppelstein 34
42857 Remscheid
T 02191-794 233
jugendfotopreis[att]kjf.de


alle INFORMATIONEN über 

  • Die offizielle Homepage http://www.jugendfotopreis.de
  • INSTAGRAM = https://www.instagram.com/deutscher_jugendfotopreis/
  • FACEBOOK = https://www.facebook.com/jugendfotopreis


Donnerstag, 22. Februar 2018

Die Vielfalt des Archivwesens


Verlässlich, richtig, echt - Demokratie braucht Archive!


25. bis 28. September 2018 - 88. Deutscher Archivtag


Neben den großen Staatsarchiven, haben wir in Deutschland Kommunalarchive, Kirchenarchive, Universitäts-, Parlaments- und Wirtschaftsarchive. Aus dem Privat- und Wirtschaftssektor kommen Adels-, Medien- und Parteiarchive ebenso wie die Archive von Verbänden, Stiftungen und wissenschaftlichen Institutionen hinzu. Firmenarchive kämen noch hinzu - hier harren jedoch noch sehr viele der wissenschaftlichen Aufarbeitung.

München, Foto: Helga Waess (Archiv)

Der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.  (VdA) wurde im Jahr  1946 als Interessenvertretung für diesen Berufszweig gegründet. Derzeit werden rund 2.400 Mitglieder verzeichnet.


 Verlässlich, richtig, echt - Demokratie braucht Archive!


IM SEPTEMBER 2018 findet der 88. Deutsche Archivtag statt

Als nationaler Kongresses zum europäischen Archivwesen wird vom 25. bis 28. September 2018 in der Hansestadt Rostock der 88. Deutsche Archivtag veranstaltet. Das Motto des größten nationalen Kongresses im europäischen Archivwesen lautet in diesem Jahr:  Verlässlich, richtig, echt - Demokratie braucht Archive! 

Die komplette Kongress-Website wird ab circa Mitte Mai 2018 online aufrufbar sein. Bis dahin:

Homepage zur Veranstaltung des VdA : http://www.archivtag.de/


Tag-der-Archive-Haus-der-Kunst

Der 9. TAG DER ARCHIVE 2018 startet unter dem Moto „Demokratie und Bürgerrechte“


 Das Haus der Kunst wird zum Tag der Archive am 3. März einen Rundgang zur Ausstellung München, Sommer 1937 anbieten und „Show & Tell" starten


Am 3. und 4. März 2018 findet bundesweit der 9. TAG DER ARCHIVE statt



Samstag, 3. März 2018, um 11 Uhr und um 16 Uhr Rundgang zum Tag der Archive im Haus der Kunst in München. --- Es begann in den 1990er-Jahren, dass die Befragung des Ortes und seiner Geschichte vom Haus der Kunst kontinuierlich gepflegt wurde. Im Jahr 2004 wurde das Archiv des Hauses dann erschlossen und bis heute wird die Vergangenheit des Hauses an geeigneter Ausstellungsfläche dokumentiert.
Für den alle zwei Jahre von den Archiven in Deutschland durchgeführten Tag der Archive hat das Haus der Kunst an der Prinzregentenstrasse mit der Kuratorin Sabine Brantl eine archivarische Führung durch das Haus und die Ausstellung „München, Sommer 1937" geplant.

Stiftung Haus der Kunst, München, Foto: Helga Waess


Der Sommer 1937 lockte fast 700.000 Touristen nach München


Man schreibt das Jahr 1937: Amateurfilmaufnahmen und Schnappschüsse erzählen von der Propaganda rund um das Gebäude. Es war das Eröffnungsjahr des Vorzeigeobjektes ‚Haus der Deutschen Kunst‘. Der Rundgang mit der Kuratorin der Ausstellung  „München, Sommer 1937" wird neben der Archiv Galerie durch ansonsten für die Öffentlichkeit unzugängliche Räume - inklusive Heizungskeller und Historisches Archiv - führen.
  • Begrenzte Teilnehmerzahl: Anmeldung unter archiv[at] hausderkunst.de ! Der Eintritt ist frei!

Stiftung Haus der Kunst, München, Foto: Helga Waess



„Show & Tell" wird ein neues Veranstaltungsformat im Haus der Kunst 

Am Samstag, den 3. März 2018, von 13-15 Uhr wird mit der Veranstaltung Show & Tell eine neue Herangehensweise an die Geschichte des Hauses der Kunst und an die erlebte Geschichte überhaupt beginnen.
Es ist ein einfaches Foto, ein Foto, das in den 1950er-Jahren entstand und Peter A. Ade, den ersten Direktor des Hauses der Kunst nach dem Krieg zeigt. Er und seine Leute fühlen sich locker und posieren in Freizeitkleidung. Das Bild wurde im Archiv des Museums entdeckt. Dieses Zeitzeugnis erlaubt die Frage zum Umgang mit der Kunst und der Geschichte dieses Hauses in der Nachkriegszeit.

Aufgrund des Erhaltungszustandes des Gebäudes begann hier schnell die Ausstellungs-Präsentation für aktuelle Kunst und internationale Moderne. Die Münchner und die Touristen nahmen die Kunstausstellungen dankbar an.

Die IDEE von SHOW & TELL:
Die persönlichen Erinnerungsgeschichten der Mitarbeiter werden mit den Erinnerungen der  Teilnehmer gekoppelt, die gebeten werden ein persönliches Erinnerungsstück dabei zuhaben und dessen Geschichte zu erzählen. Eventuell werden so - anhand von privaten Archivalien - neue Querverbindungen und ergänzende Informationen zur gelebten und erlebten Geschichte sichtbar.
  • Begrenzte Teilnehmerzahl: Anmeldung unter archiv[at]hausderkunst.de; Der Eintritt ist frei!

Stiftung Haus der Kunst, München, Foto: Helga Waess

Stiftung Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Germany
www.hausderkunst.de


DerTAG DER ARCHIVE findet am 3./4. März 2018 statt 


Motto „Demokratie und Bürgerrechte“ - Der bundesweite TAG DER ARCHIVE soll die Aufmerksamkeit auf die Funktion und den Sinn der Archive lenken. An den Aktionstagen können Bürgerinnen und Bürger an den Programmen der Archive teilnehmen. Erstmals wurde dieser Aktions-Tag im Jahr 2001 veranstaltet.

In diesem Jahr ist es das erste März-Wochenende an dem die Teilnehmenden Archive ihre Räume  für die Öffentlichkeit zugänglich machen und sich mit einem eigenen Programm vorstellen.

„Demokratie und Bürgerrechte sind keine Selbstverständlichkeit. In unserer Gesellschaft müssen sie stets neu diskutiert, ausgehandelt und verteidigt werden. Die Archive sind dabei ein Fels in der Brandung. Sie bewahren das Geschehene für nachfolgende Generationen, sind eine verlässliche Informationsquelle und schützen somit aktiv unsere Demokratie“, so der VdA-Vorsitzende Ralf Jacob. „Am TAG DER ARCHIVE wollen wir das den Bürgerinnen und Bürgern in ganz Deutschland zeigen.“
VDA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.




Mittwoch, 21. Februar 2018

art KARLSRUHE-Collection: Sonderausstellung

art KARLSRUHE-Collection 


Erste Ausstellung der art Karlsruhe Collection bevor sie in eine größere öffentliche Sammlung integriert wird


22. – 25. Februar 2018: art KARLSRUHE 2018. Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst


In jedem Frühjahr wird ein Künstler auf der zeitgenössischen Kunstmesse in Karlsruhe von einer Fachjury ausgewählt und einige seiner Werke mit öffentlichen Mitteln angekauft. Die logische Konsequenz dieses Vorgehens sei die Aufnahme der Werke in eine öffentliche Sammlung für Zeitgenössische Kunst, was die Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe, die die art Karlsruhe Collection betreut, gegenüber der Presse durchklingen lässt.
Die Kunstmesse art KARLSRUHE vergibt seit 10 Jahren den art Karlsruhe-Preis für die beste One-Artist-Show auf dieser internationalen Kunstmesse für zeitgenössische Kunst in Süddeutschland. Gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe wird dadurch ein Künstler mit seinem Galeristen geehrt, der laut Fachjury die beste One-Artist-Show der Messe präsentiert.

Karlsruhe ist über die Autobahn gut erreichbar -
hier Beflaggung an der Ausfahrt
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das Preisgeld der art KARLSRUHE Collection dient dem Erwerb von Kunstwerken für die Stadt


Mit dem Preisgeld von 15. 000 Euro werden Werke des jeweils ausgelobten Künstlers, ausgezeichnet für seine One-Artist-Show, über seine ausstellende Galerie erworben. Diese Werke werden in die art KARLSRUHE-Collection integriert.

Besucher sollten die Schau der Preisträger der letzten 10 Jahre in der dm-arena/Halle 4 unbedingt sehen. Die Preisträger in Karlsruhe könnten ein Auswahl-Indikator für den Sammler sein - aber, das ist längst kein Geheimnis mehr. Und man bedenke: nach der Preisverleihung könnten die Preise steigen - da der Künstler-Index durch diese öffentliche Aufmerksamkeits-Bekundung neu berechnet wird!

Unter den Preisträgern für die beste One-Artist-Show der Messe finden wir bis heute Namen wie:


Reto Boller (2008) mit Objekten, Thomas Müller (2009) mit Zeichnungen, Ölgemälde von Julius Grünewald (2010) und Jens Hanke (2011),  Tatjana Doll (2012), Claude Wall (2013) , Jessica Buhlmann (2014), Alfonso Hüppi (2015), Werner Schmidt (2016) und im letzten Jahr Neringa Vasiliauskaite (2017).


Die Sammlung, welche inzwischen 50 Werke von 10 Künstlern umfasst, wird von Dr. Brigitte Baumstark, der Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe betreut 


„Der art KARLSRUHE-Preis ist geprägt von Offenheit sowie der unmittelbaren Auseinandersetzung mit aktueller Kunst und ihrer Präsentation im weiteren Rahmen der One-Artist-Show. Naturgemäß ergibt sich daraus für die Auswahl der PreisträgerInnen eine Vielfalt an ausgezeichneten künstlerischen Positionen. Nimmt man die KünstlerInnen und ihre Werke in den Blick, ergeben sich künstlerische Qualität und Zeitgenossenschaft als innere Regel. Es ist eine logische Konsequenz, diese Arbeiten in eine größere Sammlung neuer Kunst einzugliedern. So wird Vorhandenes ausgebaut und ein erweiterter Dialog der Kunstwerke kann entstehen“,
kommentiert Dr. Baumstark. (Hervorhebung durch die Verfasserin)

Ankauf von Zeitgenössischen Künstlern durch öffentliche Institutionen


Zum Ankauf von Zeitgenossen ermutigte in München der Kunsthistoriker Dr. Helmut Friedel, der ehemalige Direktor (1990-2013 im Amt) der Städtischen Galerie im Lenbachhaus,  bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, wodurch der Stadt eine schöne Sammlung an zeitgenössischer Kunst zu damals noch "günstigen" Preisen beschert wurde.

Montag, 19. Februar 2018

München: ECHY 2018 - Montagsvorträge

European Cultural Heritage Year - ECHY 2018 - Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege


Sechs Vorträge zur Bayerischen Kultur- und Denkmalpflege sind ein Beitrag des Freistaates zum Europäischen Kultuererbe-Jahr 2018


Kostenfreie Montagsvorträge in der Alten Münze



Die Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz hat 2018 als Europäisches Jahr des kulturellen Erbes (European Cultural Heritage Year - ECHY 2018) ausgerufen und Europaweit zu Projekten aufgerufen, die Impulse geben kulturelles Erbe zu erhalten und zu bewahren. Der Link führt zur Homepage des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz.
Zum Start in das Europäische Kulturerbe-Jahr 2018 haben auch in Deutschland viele Denkmalämter und Bundesländer interessante Projekte initiiert, die auf die Arbeit der Kultur- und Denkmalpfleger aufmerksam machen. Dieser Link führt zu den Europäischen Projekten auf der offiziellen Homepage des European Cultural Heritage Years - ECHY 2018 

Hofbräuhaus am Platzl
in der Münchner Altstadt, Foto: Helga Waess

Vortragsreihe zur Kultur- und Denkmalpflege 



In München startet das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) heute eine Vortragsreihe, die in der Zeit vom 19. Februar bis zum 26. März verschiedene Themen der Denkmalpflege vorstellt. Insgesamt werden sechs Themen die Besucher (nach Voranmeldung) über das kulturelle Erbe Bayerns informieren. Die gesamte Vortragsreihe wird vom Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege zusammen mit der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. und den Lehrenden in der Erwachsenenbildung aus der Münchner Volkshochschule (MVHS) veranstaltet.


Die sechs Montagsvorträge zur Denkmalpflege in Bayern werden in der „Säulenhalle der Alten Münze“ im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege starten


Der Veranstaltungsort, die vor einigen Jahren vollständig restaurierte Alte Münze, Hofgraben 4, in der Münchner Altstadt ist der Hauptsitz des BLfD.  Alle Vorträge, die unten vorgestellt werden, beginnen jeweils um 19.00 Uhr - der Eintritt ist frei. Die Veranstalter setzten für die Teilnehmer jedoch eine Anmeldung über die Münchner Volkshochschule (MVHS) voraus.

Erding im 1. Jahrtausend“


Am heutigen Abend wird Prof. Dr. Bernd Päffgen von der Ludwig-Maximilians-Universität München über „Erding im 1. Jahrtausend“ informieren. Es wird ein archäologisches Forschungsprojekts vorgestellt, dass sich mit dem Reihengräberfeld von Altenerding-Klettham befasst. Hier befand sich im frühen Mittelalter eine Siedlung (in Aufhausen-Bergham) und ein Königshof aus der Zeit der Karolinger (in Altenerding). Kursnummer: F217330


Glasmalereien der Nachkriegszeit in Münchner Kirchen


Am Montag, den 26. Februar 2018 wird Dr. Susanne Fischer vom Landesamt für Denkmalpflege über die „Glasmalereien der Nachkriegszeit in Münchner Kirchen“ und ihre Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg informieren. Dass München bereits im 19. Jahrhundert als Zentrum für Glasmalerei berühmt war und die ‚munich windows‘ ein begehrter Exportartikel und die Glaskunst-Werkstätten auch die Künstler des 20. Jahrhunderts anzogen, wird die Teilnehmer sicherlich interessieren. Kursnummer: F217340

Der Bayerische Löwe


Der 5. März 2018 wird dem Vortrag von Dr. Thomas Hermann, BlfD, zum Thema des bayerischen Löwen als Opfer und Auferstehung, in der Bildpropaganda des Ersten Weltkrieges und die Gestaltung von Kriegerdenkmalen gewidmet. Kursnummer: G217390

Wasserstadt Augsburg: Die drei Augsburger Prachtbrunnen


Prof. Dr. D. Diemer von der Universität Augsburg wird am 12. März 2018 über die Wasserstadt Augsburg und die drei Augsburger Prachtbrunnen referieren. Kursnummer: G217400

Die Erfindung der Gemütlichkeit


Was wäre die bayerische Kultur ohne die Erfindung der Gemütlichkeit? Fragt am 19. März 2018
Dr. Karl Gattinger, BlfD, in dem er den Architekten Gabriel von Seidl und die bayerische Gasthausarchitektur der Prinzregentenzeit betrachtet. Aus der Prinzregentenzeit finden wir in München noch die Architekturen des Bayerischen Nationalmuseums und zahlreiche Gasthaus-Interieurs von Von Seidl. Kursnummer: G217410

Der Marienhof in München – ein Platz gibt seine Geschichte preis


Am 26. März 2018 werden Dr. Christian Behrer, vom Büro für Denkmalpflege aus Regensburg, und Dr. Jochen Haberstroh, vom BlfD, über die archäologischen Untersuchungen am Marienhof in München informieren. Kursnummer: G217420

Montagsvorträge zur Denkmalpflege in Bayern

Veranstaltungsort 
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Säulenhalle der Alten Münze
Hofgraben 4
80539 München

Zu den oben genannten Terminen jeweils um 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung MVHS unter 089/48006-6239 (montags, dienstags 9.00 bis 13.00 Uhr;

mittwochs, donnerstags 14.00 bis 19.00 Uhr) oder online www.mvhs.de

Sonntag, 18. Februar 2018

München: Freizeitmesse f.re.e und Münchner Autotage

11. Münchner Autotage und f.re.e, die Freizeitmesse


Am 21. Februar startet auf der Freizeitmesse f.re.e auf dem Münchner Messegelände auch Süddeutschlands größte Auto-Verkaufsmesse


Messegelände München: 21. bis 25. Februar 2018, von 10:00 bis 18:00 Uhr



München.  Fahrspaß und Alltagstauglichkeit sollten beim Autokauf eine Rolle spielen. Die Münchner Autotage sind die Gelegenheit die neuesten Modelle aller Hersteller in Augenschein zu nehmen, Probe zu fahren und eventuell für einen guten Preis einzukaufen. Vielleicht kann man dann auf der Freitzeitmesse auch gleich seinen neuen Urlaubsort kennen lernen, um den Wagen dann langsam einzufahren.
Die Veranstalter der Münchner Autotage sind der Münchner Merkur und die tz, welche seit Jahren erfolgreich neben der f.re.e ihren Platz behaupten. Sie konnten die große Automobil-Verkaufsmesse in der Landeshauptstadt etablieren.

Münchner Autotage 2017, Foto: Helga Waess


Auf der f.re.e findet jeder etwas für seine Freizeit


Die Angebote auf der Freizeitmesse sind sehr vielfältig vom Caravaning & Camping bis zu Kreuzfahrt & Schiffsreisen wird vieles vorgestellt. Sportler kommen mit Wassersport, Fahrradsport, Rad- und Radreisethemen, jeder Art von Outdoor-Sport oder mit Gesundheit & Wellness-Angeboten für Körper, Geist und Seele auf der f.re.e auf ihre Kosten.

Mustang testen - Münchner Autotage
Foto: A. Waess (Archiv)

Besucher der Münchner Autotage
Foto: Helga Waess (Archiv)

Autotest für die Kleinen,
Foto: Helga Waess

Bayerische Staatsbibliothek: Gefälschte Walderseemüller-Weltkarte

Bayerische Staatsbibliothek (BSB) in München



Die Bayerische Staatsbibliothek in München bestätigt, dass die im Haus verwahrte "Geburtsurkunde" Amerikas eine Fälschung ist!


Gefälschte Walderseemüller-Weltkarte: Münchner Schatz der Entdeckungsgeschichte ist leider nur eine Kopie des Originals und um das Jahr 1960 von einem Restaurator angefertigt


München. Wie die Bayerische Staatsbibliothek am Donnerstag bestätigte, ist die Weltkarte, in welcher vermutlich erstmals der Name "America" verwendet wurde, eine Fälschung. Die Staatsbibliothek hatte die so genannte "Waldseemüller"-Globus-Segmentkarte im Jahr 1990 für zwei Millionen Deutsche Mark angekauft. Es sollte sich um eines von sechs echten Weltkarten handeln. Die Echtheit der Karte des Kartografen Martin Waldseemüller, der von 1470 bis 1522 lebte, wurde auch nicht angezweifelt. Erst als das Auktionshaus Christie's sich Herbst letzten Jahres mit einem weiterem Exemplar zur Untersuchung im Haus anmeldete, kamen erste Zweifel auf. 

Ludwigstraße in München, rechts hinten die Universitätskirche,
davor die Bayerische Staatsbibliothek,
Foto: Helga Waess

Why Experts Don’t Believe This Is a Rare First Map of America


Bei einem Vergleich der beiden Exemplare stellten sie sich als Kopien heraus: die in das Jahr 1507 eingeordneten Drucke wurden erst um 1960 angefertigt. Bereits im Dezember führte  Michael Blanding in der New York Times in seinem Artikel aus "Why Experts Don’t Believe This Is a Rare First Map of America" und warum das Auktionshaus Christies' die Karte aus der Auktion nahm (dieser Link führt zum Blanding-Artikel in der NY-Times). 
Bei der Untersuchung der Druckfarben der gefälschten Karte stellte man zunächst fest, dass die Druckfarbe auf dem Kleber saß und die Kanten des Drucks zu glatt abschlossen - was mit den Holzdruck-Blöcken des 16. Jahrhunderts so noch nicht möglich war. 


Kein Original-Exemplar des "Waldseemüller"-Globussegments


Im Bayerischen Rundfunk "radioWelt" erzählte der Generaldirektor der Staatsbibliothek, Dr. Klaus Ceynowa, wie die Echtheitsprüfung der Münchner Globus-Segmentkarte ablief und warum es 1990 nicht möglich war, die Fälschung zu erkennen. Ceynowas Fazit:

"Es ist leider so, dass die Waldseemüllerkarte der Bayerischen Staatsbibliothek unzweifelhaft eine Fälschung ist. Das ist ein sehr trauriges Resultat für uns, aber es ist so."
(so: Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek im Gespräch mit radioWelt-Moderator Uwe Pagels)
Das ganze Interview mit Klaus Ceynowa kann auf der Homepage des BR unter diesem Link nachgelesen werden.


Stabi-Waldseemüller-Segmentkarte in München: "Unzweifelhaft eine Fälschung"


In der Staatsbibliothek in München wurden zu guter Letzt mittels Raman-Spektroskopie (Ermittlung der Streuung von Licht an Pigmenten und Mineralien), hochaufgelösten Digitalisaten und Röntgenfluoreszenzanalyse (physikalische Analyse zur Materialanalytik) unterschiedliche Fakten untersucht, die die Segmentkarte dort eindeutig als Fälschung entlarvten.

Die Originale des Kartographen Martin Waldseemüller


Insgesamt existieren lediglich eine originale, große Ausgabe der "Waldseemüller"-Weltkarte, die immerhin  drei Quadratmeter misst und sechs kleinere, originale Globen-Segmentkarten. Letzere wurden für den Auftrag auf eine Kugelform (mit elf Zentimetern Durchmesser) angefertigt, weshalb jeweils zwölf Streifen aneinandergereiht erscheinen. Selbige laufen oben und unten jeweils spitz zu. Sie konnten ausgeschnitten werden und um eine Kugel herum gefaltet. Eine Original-Segmentkarte aus der Hand des Kartographen Walderseemüller findet sich an der James Ford Bell Bibliothek - in der Universität von Minnesota. Diese könnte als Vorlage für die Kopien gedient haben.



Bayerische Staatsbibliothek 

(der Link führt zur Homepage der BSB in München)
Ludwigstr. 16
80539 München

Samstag, 17. Februar 2018

Kunst sammeln! Zeitgenössische Künstler - Anlage-Vermögen À-la-Art 


Wer alles hat, setzt auf Zeitgenössische Kunst im Millionensegment


Unglaubliche Preise werden in unserer Zeit im Kosmos des Anlage-Vermögens À-la-Art erzielt


Die Preisentwicklung für Zeitgenösische Kunst könnte ein Indikator sein, um zu erkennen, welche Kunstwerke bleibenden Wert haben werden. Auktions-Preis-Anstiege im Spitzen-Segment, zeigen die Künstler, welche sich bereits zu Lebzeiten einen Platz im Olymp des Kunsthandels erworben haben.

Pinakotheken im Kunstareal, München,
Fotos und Foto-Collage: Helga Waess


DAMIAN HIRST und JEFF KOONS und PETER DOIG


Damian Hirst (Jahrgang 1965) konnte als einer der Top-Künstler mit unglaublichen Werken, wie einem in Formaldehyd eingelegte Tigerhai oder mit "Lullaby Spring", einem Stahlregal mit farbigen Tabletten, punkten. Für letzeres wurden bereits vor 16 Jahren ganze 14 Millionen Euro hingelegt.

Jeff Koons (Jahrgang 1955) zeigt dem Betrachter Dinge des Alltags in oft knalligen Farben und manches Mal auch in überdimensionaler Größe. Das erregt Aufsehen! Der Kunstgenuss bei Koons schlägt sich hier und da auch im Materiellen Gegenwert nieder: ganze 46,6 Millionen Euro wurden vor fünf Jahren für die große Skulptur eines orangenen "Balloon Dog" hingelegt.

Wie still und leise erscheint uns dagegen die Kunst des Schotten Peter Doig (Jahrgang 1959), der noch mit malerischen Mitteln und Abstraktionen arbeitet. Seine Gemälde, wie "Coburg 3 + 1 More" wurden bereits vor über zehn Jahren um die 14 Millionen gehandelt.

Selfi-Generation und Fotokunst = Anlage-Vermögen À-la-Art


Wie der Kunstmarkt mit den Künstlern der Selfi-Generation umgeht, zeigen ihre Vorreiter, wir denken hier an die Werke der Selbstdarsteller Gilbert & George (Jahrgang 1943 und 1942), welche immerhin auch schon für bis zu zwei Millionen Euro gehandelt werden. Das Künstlerduo verblüffte immer wieder und beeinflusste die Young British Artists.

Fotokunst ist im Kunst- und Auktionshandel ein wichtiger Preisindikator geworden:

Sammler wussten das längst. Der Fotograf Wolfgang Tillmans (Jahrgang 1968) gehört hier zu den Lichtgestalten und seine Arbeiten sind mit um die 500.000 Euro und steigender Tendenz längst im Kosmos des "Anlage-Vermögen À-la-Art" angekommen.

Installationen und das Leben des Künstlers als Kunst


Ach ja: wer ein zerwühltes, versifftes Original-Bett als Installation mit dem Titel "My Bed" von Tracey Emin (Jahrgang 1963) für fast drei Millionen erwirbt, kann vermutlich mit dieser Anlage - die auch gelebten Unrat inklusive Teppich und so weiter beinhaltet - zukünftig ruhig schlafen, denn er hat immerhin gut drei Millionen Euro in sicheren Tüchern.


Donnerstag, 15. Februar 2018

Art-Karlsruhe-Zeitgenössische-Kunstmesse

Kunstmesse:  art KARLSRUHE 2018


Der Loth-Skulpturenpreis wird dieses Jahr erstmals an einen Galeristen verliehen

Vom 22. bis zum 25. Februar treffen Sammler ihre Künstler und deren Galeristen in Karlsruhe


Ein Schwerpunkt der zeitgenössischen Kunstmesse, die in diesem Jahr ihr fünfzehnte Ausgabe feiert, wird die Skulptur sein. Um das Genre hervorzuheben wurde ein neuer Preis initiiert: für die Präsentanten des Skulpturen-Genres hat die Kunstmesse eine Auszeichnung für den "besten Skulpturenplatz" ausgelobt. Der Neue Preis heißt  Loth-Skulpturenpreis und die L-Bank gilt als sein Sponsor.  Mit dem Loth-Skulturenpreis sollen die Galerie und ihr Künstler gemeinsam ausgezeichnet werden.

Münchner Kunst - Kultur - Blog,
Schwanthalers Bavaria-Statue über der Theresienwiese
Foto: Helga Waess

Wettbewerbe um Preise auf der Preise sind auf der art KARLSRUHE

Preise sind auf der art keine Seltenheit, so werden wiederholt der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift  und der art KARLSRUHE-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben.

Der Loth-Skulpturenpreis auf der 15. art KARLSRUHE

Der neue und mit 20.000 Euro Preis wird von einer Fachjury für einen Skulpturenplatz vergeben, der besonders hervorgehoben auftritt.
Noch stellt sich die Frage, ob es nur um die Inszenierung - sollte dann vielleicht ein Bühnenbildner übernehmen - geht oder auch um die Skulpturen und die Auswahl des mehr oder weniger bekannten Künstlers durch die Galerie?
Im Rennen um diesen Preis treten 20 Skulpturenplätze an, die sich auf  vier Messehallen verteilen.

Die  Preisverleihung wird am Freitag, 23. Februar 2018, um 17:00 Uhr im ARTIMA art Forum in der dmarena/Halle 4 stattfinden.

Skulpturen auf der art KARLSRUHE 2018


Wer zeigt Skulpturen auf der art?
Dabei sind in diesem junge sozusagen marktfrische Künstler, etablierte Skulpteure, abstrakte und gegenständliche Skulptur und Galerien mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansprüchen. Wir nennen nur einige Künstler mit ihren Galerien:

  • Stephan Marienfeld (Galerie Kellermann, Düsseldorf, Halle 3) 
  • Vera Röhm (Gimpel und Müller, Paris, Halle 2) 
  • Ren Rong (Art Affair, Regensburg, Halle 4) 
  • Daniel Wagenblast (Knecht und Burster, Karlsruhe, Halle 3) 
  • Hans Scheib (Cerny und Partner, Wiesbaden, Halle 3)
  • Herbert Mehler (Galerie Cyprian Brenner, Hüttlingen, Halle 2)
  • Anke Eilergerhard (Galerie Tammen & Partner, Berlin, Halle 3)
  • oder auch Bean Finneran (DavisKlemm Gallery, Wiesbaden, Halle 2)
  • ...


Was gibt es noch auf der art KARLSRUHE 2018


Viele Galerien bieten One-Artist-Shows, dann die eben beschriebenen Skulpturenplätze und  exklusive Sonderausstellungen. Die art KARLSRUHE – Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst wird seit 15 Jahren ihrem Ruf gerecht und wird auch in diesem Jahr mit dem  Slogan „Kunst. Raum. Emotion.“  - Immerhin 215 Galerien aus 15 Ländern nach Karlsruhe bringen.


22. bis 25. Februar 2018
Karlsruher Messehallen

Professional Preview:
Mittwoch, 21. Februar 2018, 15-17 Uhr – nur mit Einladung

Vernissage:
Mittwoch, 21. Februar 2018, 17-21 Uhr – nur mit Einladung

Öffnungszeiten:
Donnerstag – Sonntag 11-19 Uhr

LOCATION / ROUTENPLANER:
art Karlsruhe
Messe Karlsruhe
Messeallee 1
76287 Rheinstetten
(für Routenplaner/GPS: „Leichtsandstraße“)

Montag, 12. Februar 2018

Oldtimer-Bodensee-Klassik-2018

Bodensee-Klassik 2018


Wer an der 7. Bodensee-Klassik teilnehmen möchte, sollte sich jetzt anmelden



Bodensee-Rallye vom 3. bis 5. Mai 2018  



Anmeldeschluss am 28. Februar 2018. Die Anmeldungen zur Old- und Yountimer-Rallye Bodensee-Klassik sind bereits im Dezember gestartet. Rund um den Bodensee führt die Rallye-Strecke durch eine wunderschöne Landschaft mit Seeblick und Alpenpanorama. 
Die Anmeldung begeisterte, automobile Rallye-Genießer ist bis 28. Februar 2018 möglich. Dieser Link führt zur Anmeldung auf der Bodensee-Klassik-Homepage.

VW-Käfer Cabrio - bereit für den Fahrspaß durch das Alpenland,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Baujahr bis 1998: Mit dem Oldtimer oder dem Youngtimer vom österreichischen Bregenz über die Alpen und zurück


Drei Tage fahren die "höchstens" 180 Teilnehmer gemütlich vom österreichischen Bundesland Vorarlberg durch die Alpen nach Süddeutschland. Die Route der siebten Bodensee-Klassik wird in diesem Jahr von Bregenz (Start- und Zielort) ausgehend nach Lindau, sodann nach Friedrichshafen und über den Oberjochpass nach Füssen führen. Schließlich geht es zurück nach Bregenz. Wenn das Wetter mitspielt werden das für alle Teilnehmer wieder drei unvergessliche Tage.

Im Belair! Foto: Helga Waess (Archiv)


Bei soviel Fahr-Romantik in historischen Automobilen werden auch die Zuschauer in den Urlaubsorten auf ihre Kosten kommen. 

Fahr-Romantik mit Oldtimern, Foto: Helga Waess


Denn: immerhin starten 180 Old- und Youngtimer bis Baujahr 1998, dass heißt, wenn sie sich rechtzeitig angemeldet haben. 


Alpen und See, Foto: Helga Wäß (Archiv)

Sonntag, 11. Februar 2018

Muenchen-Kunstbuchhandlung-Werner

München: Kunstbuchhandlung L. Werner


Nach 140 Jahren in der Innenstadt schließt die "Kunst- und Fotobuchhandlung L. Werner"


München. Bald nur noch eine schöne Erinnerung Kunstbücher in der Residenzstraße 18 - in der Türkenstrasse 30 geht es weiter!


Nun ist es die bekannte Kunstbuchhandlung L. Werner, die ihre Pforten in der Innenstadt schließt. Zwischen Residenz, Nationaltheater, Odeonsplatz, Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung und Marienhof gelegen, fand irgendwann jeder den Weg zu Werner.
Erst wenn die letzte kleine Fach- oder Spezial-Buchhandlung aus der Innenstadt Münchens verschwunden ist, wird der Leser merken, dass Online-Buchhandel und Kaufhaus-Gemischt-Buch-Sortiment nicht alles ist. Gerne erinnern wir uns an die Johannes-Buchhandlung in der Sendlingerstraße, die über Generationen von einer Buchhändlerfamilie betrieben wurde und die Kundschaft immer bestens bediente.

Kunstbuchhandlung L. Werner, München, Residenzpassage 18,
Foto: Helga Waess


Die Spezialbuchhandlung für Kunstbücher in München


Die Spezialbuchhandlung zog Leser an, wenn man ein besonderes Buch kaufen wollte! Vor 140 Jahren von Ludwig Werner gegründet, wechselten Eigentümer und Ladengeschäfte von Zeit zu Zeit, aber die Ware blieb gleich. Schöne Bücher, große Kunstbücher und Bücher über schöne Dinge, wie Design, Mode, Fotokunst, Kunstgewerbe, internationale Künstler, Ausstellungskataloge oder Archäologische Grabungsstätten, hier fand man sie alle. Und, wenn man ein Buch in der breit angelegten Auslage sah und das Geschäft hatte geschlossen, dann konnte man über das Internet auch bei Werner bestellen. Das Online-Geschäft wurde also ergänzend hinzu gefügt ( Homepage der Buchhandlung L. Werner unter diesem Link.).


Residenzpassage - Innenhof mit Kunstbuchhandlung L. Werner
Foto: Helga Waess, 11. Februar 2018

Es ist nicht ganz aus, es wird nur eine Zusammenlegung von Architektur-Buchhandlung und Kunst- und Foto-Buchhandlung geben

Die Zweigbuchhandlung mit dem Spezialgebiet "Architektur", welche im Kunstareal gegenüber des Brandhorst Museums vor 25 Jahren eröffnet wurde, wird einige Mitarbeiter und die Bücher aus der Residenzstrasse nun mitaufnehmen. Wie damals als man das Geschäft teilte.
Die Architektur-Buchhandlung mit den Spezialgebieten Architektur, Baurecht, Städtebau, Garten- und Landschaftsarchitektur, Produktdesign, Innenarchitektur und Fachzeitschriften in der Türkenstraße 30 (80333 München) und die Kunst- und Fotografie-Buchhandlung mit den Spezialgebieten Kunst, Fotografie, Grafikdesign, Mode, Kunstgewerbe, Archäologie und Kochbücher aus der Residenzstraße 18 (80333 München) wird wieder unter einem Dach vereint.
Weitere Informationen zum Umzug in die Türkenstrasse finden Sie auf der Homepage der Buchhandlung L. Werner unter diesem Link.


Residenzpassage - Innenhof mit Kunstbuchhandlung L. Werner
Foto: Helga Waess, 11. Februar 2018



Samstag, 10. Februar 2018

DUESSELDORF PHOTO 2018

DUESSELDORF PHOTO 2018


DUESSELDORF PHOTO stellt die Weichen für die Fotografie der kommenden Jahre


Ein Festival der Photographie: 16. bis 25. Februar 2018


Es ist wieder soweit: Düsseldorf Photo 2018. Die Welt der Photographie zieht es wieder nach Düsseldorf, wenn über 50 Aussteller, darunter Museen und Galerien, Kulturinstitutionen und Hochschulen, aber auch diverse private Projekträume weit über 100 Fotografen mit ihren breit gefächerten Werken präsentieren. Veranstaltet wird dieses 10-tägige Photo-Festival vom NRW-Forum Düsseldorf.

Kunst und Kultur in der Langen Nacht!
Themen-Foto: Helga Waess (Archiv)


Nach der offiziellen Eröffnung aller Ausstellungen am Freitag, den 16. Februar wird es am Samstag eine „Lange Nacht der Fotografie“ geben, bei der bis nachts um 02:00 Uhr Konzerte, Führungen, Performances und Parties stattfinden. Vom 16. bis zum 18. Februar wird an der Hochschule Düsseldorf eine Fachmesse zum Fotobuch veranstaltet. Es gibt in der Black Box und im Bambi-Filmstudio während der ganzen DÜSSELDORF PHOTO ein umfangreiches Filmprogramm und viele Diskussionsrunden. Spannend und vielleicht auch etwas zukunftsweisend wird wohl die „Internationale Konferenz zu aktuellen Diskursen der Fotografie“ sein.

10 Tage im Zeichen der Fotografie


In Düsseldorf beteiligen sich Häuser wie
  • K21 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen,
  • NRW-Forum Düsseldorf,
  • Museum Kunstpalast,
  • Sammlung Philara,
  • Galerie Hans Mayer,
  • Konrad Fischer Galerie
  • und viele andere.

  • Veranstalter ist das  NRW-Forum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Museen, Kulturinstitutionen, Hochschulen, Galerien und Projekträumen.


Warum Düsseldorf?


Die Stadt ist für Deutschland eine sogenannte Metropole der Fotografie. Ja, sie haben richtig gelesen. Von hier aus nahmen viele weltbekannte Fotografen ihre Arbeit auf – manche leben immer noch in der Stadt. Und auf diese Tatsache kann man so ein Event aufbauen!

Sie fragen sich: wer hat den in Düsseldorf seine Karriere gestartet?


Wir denken zum Beispiel an
  • berühmte Becher-Schüler – unter anderem Thomas Ruff (Ausstellungen weltweit)
  • oder auch Charles Wilp, ein Düsseldorfer Fotograf (mal ohne jeden Becher-Bezug)

Schwerpunkt 2018: Die neue Generation der (Düsseldorfer-) Fotografen


Wenn man wissen will, was in den nächsten Jahren aus der Kunstakademie Düsseldorf kommt, dann sollte man die Ausstellung "Klassenverhältnisse" unbedingt sehen. Hier zeigen die Studierenden ihre Arbeiten. Und man wird überrascht sein was die
  • Schüler von Andreas Gursky,
  • Katharina Fritsch: Im Off-Raum Im Goldenen sehen wir ihre Schüler Sara-Lena Maierhofer und Conrad Müller
  • und Christopher Williams
so im Fokus haben. Oder auch über die fotografisch-multimediale Arbeit, welche an der Kunstakademie im Rahmen der „Peter Behrens School of Arts“ entstanden.

Der Becher-Schüler Kris Scholz wird in Sittart-Galerie zu sehen sein und einen weiteren Becher-Schüler Stefan Schneider sollte der Besucher bei der offiziellen Festivalparty nicht versäumen.

Kunst im Öffentlichen Raum


Bespielt werden während des Festivals auch verschiedene Orte der Stadt. Darunter zum Beispiel die Alte Kämmerei, wo Studenten von Mischa Kuball, von der Kunsthochschule für Medien in Köln ausstellen.
Im öffentlichen Raum werden – verteilt über verschiedene Orte - 30 großformatige Arbeiten internationaler Künstlerr zu sehen sein. Hierzu werden Werbeplakatflächen mit Fotokunst bestückt und selbige untertitelt. Ein Tipp: die Namen notieren und die Internetseiten der Fotografen aufsuchen.

Kunst in Privatwohnungen


Wenn man Flashmops kennt, dann dürfte Kuchen und Kaffe in der Privatwohnung in der Ackerstraße 36, wo studierende der Kunstakademie Düsseldorf ausstellen, eigentlich nicht so explezit genannt werden. Aber: es ist ein offizieller Veranstaltungsort.

Internationalen Konferenz "Photography (No-On) Photography" – hier sollen unter anderem folgende Themen in den Fokus des Gesprächs über Photo-Kunst diskutiert werden:


  • Wie ist der heutige Stellenwert der Düsseldorfer Fotografie heute zu sehen?
  • Was geschied mit dem Medium Fotografie allgemein?
  • Wie entwickelt sich Fotografie weiter?
  • Wie groß ist der Einfluss sozialer Medien?
  • Was ist von der Digitalisierung zu erwarten und wie spiegelt sich die klassische Fotokunst in ihr?

Diese und andere Themen werden an der Hochschule Düsseldorf auf der oben angekündigten internationalen Konferenz "Photography (No-On) Photography" (23.-24. Februar 2018) zur Diskussion gestellt. Unter den Sprechern auf dem Podium werden neben Alec Soth auch Wolfgang Ullrich erwartet.
DUESSELDORF PHOTO BOOKS (16.-18. Februar 2018)

Internationale Buchverlage werden auf der Fotobuchmesse in Düsseldorf ihre aktuellen Publikationen vorstellen. Neugierig schauen wir auf die Shortlist des "Paris Photo‐Aperture Foundation PhotoBook Awards". Es bleibt spannend!



DUESSELDORF PHOTO ist ein Festival mit Spaß- beziehungsweise Fun-Faktor, Party und Langer Nacht


Und das alles wird unter den Blicken internationaler und lokaler Fotografie-Experten veranstaltet. So findet sich im Beirat des Festivals rund um die Fotokunst und Fotografie zum Beispiel:
  • Felix Hoffmann, der Kurator der C/O Berlin,
  • Ingo Taubhorn, der Leiter des Hauses der Photografie in Hamburg,
  • Heide Häusler aus der Geschäftsführung der PhotoSzene in Köln,
  • Mareike Föcking als Künstlerin & Professorin Hochschule Düsseldorf
  • Dr. Rupert Pfab, ein Kunsthistoriker & bekannter Galerist aus Düsseldorf)
  • Katja Stuke, Ausstellungs-Kuratorin & Fotografin aus Düsseldorf
  • und Carl Friedrich Schröer, als Kunstkritiker & Ausstellungs-Kurator aus Düsseldorf

Schirmherr Oberbürgermeister Thomas Geisel äußerte sich gegenüber der Presse wie folgt:


"Unsere Stadt hat eine ganz besondere Tradition der Fotokunst. Mit der DUESSELDORF PHOTO stellen wir nun die Weichen für die kommenden Jahre. Wir schaffen Synergien, um in Zukunft von hier aus weitere Impulse für die Fotoszene in Deutschland zu setzen".


Programm der Düsseldorf Photo 2018

online unter www.duesseldorfphoto.de



Berlin: Sigrid Neubert - Fotoausstellung

Berlin: Museum für Fotografie


Sigrid Neuberts photographisches Werk wird derzeit Museum für Fotografie in Berlin ausgestellt



Berlin. bis 3. Juni 2018 - Ausstellung: Sigrid Neubert „Fotografien: Architektur und Natur“



Am Donnerstag, den 8. Februar 2018 hat im Museum für Fotografie die Ausstellung „Sigrid Neubert 'Fotografien: Architektur und Natur'“ begonnen. Die 1927 geborene Fotografin hat anfangs, das heißt in über 30 Jahren für bekannte und baugeschichtlich bedeutende Architekturbüros gearbeitet. In dieser Zeit entstanden unzählige Aufnahmen, die das routinierte Fotografinnen-Auge schulten. Neubert entwickelte einen ganz eigenen Stil, der von der Struktur eines Gebäudes ausgehend in starken Kontrasten bis ins Detail führte. Sie zeigte haargenau was ist und was gesehen werden sollte. Die Bausubstanz und ihre Wirkung auf den Betrachter wurde unter anderem durch die Wahl des Ausschnitts entscheidend bestimmt. Mit ihren Aufnahmen wurde Sigrid Neubert, die in diesem Jahr ihren 91-igsten Geburtstag feiert, zu einer der bedeutendsten, das heißt von Architekten und Bauherrn gefragtesten Achitekturfotografinnen Deutschlands.

Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin,
Foto: Helga Waess, Archiv

Eine Retrospektive zu Ehren Sigrid Neuberts im Museum für Fotografie


Die Retrospektive zu Ehren Sigrid Neuberts im Museum für Fotografie präsentiert über einen Zeitraum von vier Monaten (noch bis 3. Juni 2018) das Gesamtwerk der Fotokünstlerin, welches seit den 70er Jahren durch beeindruckende und eindringliche Naturbilder erweitert wurde. Auch hier bemerkt der Betrachter das Spiel mit Kontrasten in den Werken der Fotografin. Es zeigt, das der Gegenstand und seine detailreiche Wiedergabe ihren Fokus bestimmte.

Sigrid Neubert in Bayern und weltweit


In Bayern wurde Sigrid Neubert vor allem durch ihre Bilder vom Nymphenburger Schlosspark bekannt und mit jenen „Ikonen der Fotografie“, die das BMW-Hochhaus in München in Szene setzen.
Sigrid Neubert kam mit ihrer Kamera aber auch in der Welt herum und dokumentierte zum Beispiel auch die megalithischen Tempel von Malta.

Sigrid Neuberts großzügige Schenkung an die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek Berlin


Ermöglicht wurde die Ausstellung im Museum für Fotografie in Berlin unter anderem dadurch, dass bedeutende Arbeiten aus dem Gesamtwerk der Fotokünstlerin, teils in ganzen Konvoluten an die „Sammlung Fotografie“ der Kunstbibliothek in Berlin gingen. Vieles wurde dort inszwischen wissenschaftlich aufgearbeite und so begleitet die Ausstellung „Sigrid Neubert 'Fotografien: Architektur und Natur'“ ein Katalogbuch von Frank Seehausen, dass im Museum erworben werden kann.

Ein Lob für die wissenschaftliche Würdigung des Vorlasses der Künstlerin Sigrid Neubert


Schön, dass die wissenschaftliche Würdigung des Vorlasses eines Künstlers, wie wir diese Schenkung von Sigrid Neubert nennen möchten, in Berlin so ausgiebig und direkt umgesetzt wird.

  • So sollte man – hier eine Meinung der Redaktion – von institutioneller Seite mit Schenkungen, Vor- und Nachlässen von Künstlern umgehen!

Ausstellung: Sigrid Neubert „Fotografien: Architektur und Natur“

9. Februar bis 3. Juni 2018

Museum für Fotografie

Jebensstr. 2
10623 Berlin



Freitag, 9. Februar 2018

GROKO-Koalitionsvertrag-Kunst-Kultur

Der GROKO-Koalitionsvertrag zum Bereich Kunst und Kultur

Können wir bald kostenfrei ins Museum und wird die Mehrwertsteuer für Kunstwerke wieder von derzeit 19 % auf 7 % fallen?

Monika Grütters bleibt Staatsministerin für Kultur und Medien und hat einiges vor


Der Koalitionsvertrag, der von den GROKO-Verhandlern jetzt vorgestellt wurde, geht auch auf die Bereiche Kunst und Kultur ein.
Immer schon war der freie Museumseintritt ein Anliegen der Kunst- und Kulturschaffenden. Nun soll im Humboldt Forum (unter diesem Link geht es zur Webseite des Humboldt Forums in Berlin) ein Modellversuch gestartet werden, nach der Eröffnung im Jahr 2019 zunächst freien Eintritt zu gewähren. Bislang konnte dieses Konzept in Deutschland nicht durchgesetzt werden.
Wir erinnern uns an den ehemaligen Essener Museumsdirektor Hubertus Gaßner, der für das Folkwang Museum in Essen einen Sponsor gefunden hatte, der die Eintrittsgelder übernahm. Die Besucherzahlen konnten dadurch ganz klar verdoppelt werden.
Bislang heißt es jedoch von Museumsseite, dass die Eintrittsgelder für die Aufrechterhaltung des Museumsbetriebess unbedingt notwendig sind. Mal sehen wie es ausgeht!

Berlin - Zukünftiges Humboldtforum im Bau, Blick vom Eingang des
Zeughauses "Deutsches Historisches Museum" (Unter den Linden),
Foto: Helga Waess (2017)

Die Künstler werden im Koalitionsvertrag auch erwähnt


Fassen wir es ganz kurz zusammen: Sie benötigen "besonderen Schutz" und die Künstlersozialkasse soll unbedingt erhalten bleiben.

Zum Handel mit Kunstwerken in Galerien


Kunstgegenstände die gewerblich gehandelt werden, müssen seit 2014 von den Galerien in Deutschland mit 19 % Mehrwertsteuersatz verkauft werden.
Nach dem nun verhandelten Koalitionsvertrag will man hier noch einmal nachbessern. Denn es besteht zurzeit die Diskrepanz zwischen direkt vom Künstler veräußerter Kunst zu 7 % Mehrwertsteuer und der von Galeristen gehandelten Kunstwerken gleicher Künstler zu 19 % Mehrwertsteuer. Immerhin investieren die Galerien in den Aufbau der Künstler, in Ausstellungen, Kataloge und Kunstmessen. Hier sollte doch was gehen?!

UNESCO-Weltbericht 2018

UNESCO-Weltbericht Deutsche Kulturpolitik


UNESCO-Weltbericht: Kultur- und Medienpolitik in Deutschland 


Kulturschaffende und Kulturverantwortliche aus Deutschland diskutieren zur Stunde über das Thema „KULTURPOLITIK NEU GESTALTEN - Kreativität fördern, Entwicklung voranbringen“


BERLIN. Die UNESCO stellt heute in Berlin ihren WELTBERICHT 2018 zur Diskussion. Es geht um die Kultur- und Medienpolitik in unserem Land und weltweit. In der Berliner Barenboim Said Akademie treffen heute an die 120 Kulturschaffende und Kulturverantwortliche aus Deutschland zusammen, um die Ergebnisse des UNESCO-Weltberichts 2018 „KULTURPOLITIK NEU GESTALTEN - Kreativität fördern, Entwicklung voranbringen“ zu besprechen.
Es geht ja voran: denn immerhin werden vom Kultursektor zurzeit Umsätze in Höhe von 2,25 Milliarden US-Dollar im Jahr generiert. Weltweit haben wir an die 30 Millionen Menschen, die im Bereich Kultur tätig sind. Aber es gibt auch immer wieder Rückschläge und Einschränkungen - besonders in der Künstler-Freiheit.
Eine Kurzfassung des UNESCO-Weltberichts 2018 kann unter diesem Link von der Homepage der Unesco als PDF heruntergeladen werden.

Pariser Platz und Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Helga Waess (Archiv)

"Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen"


Seit dem 20. Oktober 2005 gibt es diese Konvention, die von UNESCO-Generalkonferenz verabschiedet wurde. Ratifiziert wurde sie von 145 Ländern plus der  Europäischen Union. Deutschland hat sich am 12. März des Jahres 2007 in die Liste der Konventions-Staaten eingetragen. Ihr Sinn ist vor allem die Garantie auf eine eigenständige Kulturpolitik aller Vertragsstaaten. Die globale Kulturkooperation ist ein wichtiger Bestandteil der Völkerverständigung. Mit dem Weltbericht 2018 „KULTURPOLITIK NEU GESTALTEN - Kreativität fördern, Entwicklung voranbringen“ wird ein Überblick über die weltweite Umsetzung der Unesco-Konvention gegeben.

Die Deutsche UNESCO-Kommission fördert seit dem viele  Projekte, die zur Stärkung kultureller Vielfalt im eigenen Land, in ganz Europa und auch in der arabischen Welt beitragen. Sie setzt sich aktiv in der Politikberatung für eine stärkere kulturelle Governance ein.

Was merkt der Unesco-Weltbericht 2018 an? 


Wie der Bericht aufzeichnet, werden bereits viele Fortschritte im Rahmen einer aktiven Kulturpolitik geschaffen. Weltweit hat sich die Produktion kultureller Inhalte vervielfacht. Das sind natürlich wichtige Pluspunkte, die zeigen, dass aktive Kulturpolitik sehr sinnvoll ist.

Aber, so die Verfasser des Berichts, es gibt auch Defizite:

  • so beim Zugang zu Handelsmärkten für Kulturgüter oder Kultur-Dienstleistungen
  • die Künstler-Freiheit
  • die Künstler-Mobilität
  • oder und immer noch: die Geschlechtergerechtigkeit!

Dies sind dann auch schon die Kernthemen des Berichts. Der festhält: Trotz guter und weiterführender Initiativen bestehe auch in Deutschland im Bereich Kultur- und Medienpolitik Handlungsbedarf.

Die Unesco erwartet für Deutschland mehr Künstlerfreiheit  


Der Kulturwissenschaftler  Wolfang Kaschuba, der im Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission sitzt sagte gegenüber der Presse

„Kunst ist als globales Medium der kritischen Begleitung gesellschaftlicher Prozesse und des offenen Austauschs gesellschaftlicher Erfahrungen unser wichtigstes kulturelles Kapital. Freilich nur dann, wenn sie nicht – wie heute zunehmend versucht – wirtschaftlich kontrolliert und politisch gelenkt wird. Sie muss sich vielmehr frei entfalten und damit selbst die Idee und den Raum der Freiheit verkörpern können. Deutschland kommt hier auf Grund seiner dramatischen Geschichte und seiner aktuellen Rolle als Zufluchtsland eine ganz besondere Verantwortung zu. Wir unterstützen nachdrücklich die Initiative vom September 2017, mit der Leiterinnen und Leiter renommierter Theater, Museen und Filminstitutionen aus der ganzen Republik die Bundesregierung aufgefordert haben, ein Programm für verfolgte Künstlerinnen und Künstler aufzulegen. Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung dies zügig umsetzen wird. Auch stünde es unserem Land gut an, wenn neben den Städten Hannover und Frankfurt sich weitere Städte dem internationalen Netz „Städte der Zuflucht“ (ICORN) anschließen würden.“ 

In Deutschland fehle ein offizieller Zustands-Bericht zur Lage der Kultur


Der Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, Dr. Tobias Knoblich, bringt die Forderung der Unesco auf den Punkt:

Gute Kulturpolitik braucht Daten, Fakten, Evaluationen. Der Weltbericht fordert hier Engagement von den Staaten ein, gerade mit Blick auf das komplexe Zusammenspiel unterschiedlicher Handlungsebenen und Akteure. Deutschland sollte seine Kulturpolitikforschung ausbauen und in regelmäßigen Abständen einen Bericht zur Lage der Kultur in Deutschland erarbeiten, wie ihn auch der Deutsche Städtetag fordert. Mit einem Kulturfinanzbericht allein, dessen Quelldaten bei Erscheinen schon drei Jahre alt sind, ist es nicht getan. Notwendig ist ein zeitnahes Monitoring im Kulturbereich mit mehr als nur statistischen Daten, das neue Einsichten und schnelles Reagieren bei Defiziten erlauben würde.“ 

UNESCO-Konvention: Kulturpolitik  und Gesellschaftspolitik gehen Hand in Hand 


„Die UNESCO-Konvention Kulturelle Vielfalt ist nicht nur Berufungsgrundlage, sondern auch ein Handlungsinstrument für Nachhaltigkeit und gerechten Welthandel. Das gilt sowohl für die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung als auch die verschiedenen Handelsabkommen. Diese UNESCO-Konvention sollte stärker handlungsleitend für eine gemeinwohlorientierte Gesellschaftspolitik sein, denn Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik.“ 
so Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates, gegenüber den Medienvertretern.


Dienstag, 6. Februar 2018

München: Fotograf Stefan Moses im Alter von 89 Jahren gestorben

München: Stefan Moses (1928-2018)


Der legendäre Münchner Fotograf Stefan Moses ist im Alter von 89 Jahren gestorben


stefan moses' dokumentarische Fotografie des Menschen bleibt


stefan moses, der seine Anfangsbuchstaben immer klein schrieb, hat durch seine direkte unverkennbare künstlerische Handschrift und sein Händchen für die Erfassung des Augenblicks das Bildgedächtnis des deutschen Alltags nach 1945 bis heute geprägt. Am vergangenen Samstag, dem 03. Februar 2018, verstarb der im Jahr 1928 in Liegnitz/Schlesien geborene Fotograf Stefan Moses in München-Schwabing im Alter von 89 Jahren.


Literturhaus München - Eingang zur Ausstellung -
Foto: Helga Waess

Das Literaturhaus München  gezeigt noch bis 25. Februar 2018 die stefan moses-Ausstellung „Blumenkinder“  



In den Ausstellungsräumen des Literaturhauses München wird derzeit eine Fotoausstellung zur "Zeitenwende 1968" gezeigt, ihr Titel: „Blumenkinder“ (dieser Link führt zur Ausstellung mit Programm auf der Homepage des Literaturhauses).
Es hätte eine Ausstellung zum 90. Geburtstag von Stefan Moses werden sollen. Der Nachruf zum überraschenden Tod des großen Fotografen, welcher sich auf der Homepage des Literaturhauses findet, zeugt von der Dankbarkeit und Traurigkeit der Veranstalter (Link führt zum Nachruf)
Unter der künstlerischen Beratung  Christoph Stölzls wird - noch bis zum 25. Februar - eine große Auswahl bekannter und weniger bekannter Aufnahmen aus der wilden Münchner 68er-Zeit präsentiert.


Stefan Moses hat durch seine Fotografien das Bild Deutschlands geprägt


Stefan Moses war gelernter Fotograf. Er lebte und arbeitete seit 1950 in München. Der Vortrag "stefan moses: Chronist eines halben Jahrhunderts" von Christoph Stölzl - Historiker, Museologe und Publizist - (der Link führt zum Programm der Ausstellung)
am Sonntag, den 25.2.2018,  um 11:30 Uhr,
in der Bibliothek des Münchner Literaturhauses
(Eintritt: Euro 10.- / 7.- (Ausstellungs-Eintritt inkluslive), 
sollte das halbe Jahrhundert, durch welches der Fotokünstler Stefan Moses fotografierend wanderte, beleuchten.

Moses prägte das Bild Deutschlands, in dem er Künstlern und Intellektuellen, Politikern und dem gemeinen Menschen mit der Kamera ganz nah kam. Schichten, Nationalitäten und Generationen übergreifend machte er sich ein Bild, eines das wir uns gerne ansahen. Ein Bild das in viele Foto-Sammlungen einging.
Stefan Moses  fotografisches Gesamtwerk wurde vielfach publiziert und international ausgezeichnet. Es gab zahlreiche Ausstellungen.

Stefan Moses hat in den vergangenen Jahrzehnten deutsche Photogeschichte geschrieben.” 

Seine Themen dokumentieren die Vielseitigkeit seiner Wahrnehmung von Persönlichkeiten und Zeitereignissen.

In der Münchner Ausstellung "Blumenkinder" erleben wir den Fotografen als sensiblen Chronisten seiner Zeit, die das Lebensgefühl einer Generation prägten. Und das Leben folgender Generationen sogar ein wenig beeinflusste.  Es sind die Fotos einer wilden, freien und für alles offenen Zeit, die die Nachkriegsgeneration lebte.

Durch Politiker-Porträts oder auch Auslandsreportagen wird stefan moses zu dem Fotografen der Bundesrepublik


Seine Fotografien über Willi Brandt oder Gerhard Schroeder zeigen die Bundeskanzler fast privat.


In der Galerie Stephen Hoffman wurde im Jahr 2010 in München 

stefan moses “Das Tier und sein Mensch” ausgestellt


Menschen und ihre Tiere, Altbundeskanzler Schroeder mit seinem Hund, Loriot mit seinem Mops, Frauen, Männer und Kinder mit ihren Tieren. Ein Thema, in dem Moses wieder ganz in seinem Element war.
Mit ganz unverwechselbarer Bildsprache formulierte er durch den Fokus der Kamera eine poetische, einfühlsam-psychologische und doch überraschend impulsive Motiv-Auswahl.



Stefan Moses stellte die Frage: Wer sucht wen aus? Der Mensch das Tier oder umgekehrt?

Das Geheimnis der Verständigung zwischen Mensch und Tier beziehungsweise zwischen "dem Tier und seinem Menschen" (wie das Katalogbuch hieß) wird durch Stefan Moses neu erzählt.
Alles scheint ein Spiel zwischen sehr direkter bis heimeliger, ja, versteckter Komik. Die Würde der Wesen Mensch und Tier bleibt erhalten und der Fotograf scheint mit seinem Bild dem Betrachter lächelnd zu zuzwinkern.
Innerhalb dieser Aufgabenstellung hatte stefan moses zum Beispiel auch Loriot mit seinen englischen Möpsen “Henry” und “Gilbert” im Studio photographiert – Photos die längst zum Bildgedächtnis gehören. Loriot äußerte sich zu dieser Fotoreihe: "Mit zarter Hand begleitet er das empfindliche Miteinander, ohne Gut und Böse, Tragik oder Komik zum Programm zu machen. Mit jedem Foto erzählt er eine Geschichte aus der Manege des verlorenen Paradieses, vielleicht in der Hoffnung, dass einmal Tier und Mensch gemeinsam durch den Reifen springen."

Stefan Moses - Ein Leben für die Fotokunst


 stefan moses wusste bereits im Alter von 9 Jahren, dass er einmal Fotograf werden wollte. Damals hatte er  eine sehr alte Steinheil-Plattenkamera und fing an zu fotografieren. Er verließ frühzeitig das Gymnasium und erlernte das Fotografen-Handwerk. Nach der Flucht setze er die Lehre in Erfurt fort und erwarb seinen Gesellenbrief - 1947. Kurz darauf wurde er als Theaterfotograf am Nationaltheater in Weimar engagiert und kam schließlich 1950 nach München, wo er den Bildjournalismus für sich entdeckte. Und: bekannte Zeitungen und Zeitschriften kauften seine Fotos. Dann endlich das eigene Atelier, Ende der 1960er Jahre macht er sich in unserer Stadt selbstständig.

Stefan Moses veröffentlicht zahlreiche Bücher und Bildbände


... wobei die Dokumentation "Der Deutschen" stets sein Schwerpunkt bleibt. Als Fotograf ein europäischer Ethnologe zu sein und das Bildnis der Menschen seiner Zeit in ihrem Alltag zu erfassen, ist nur eines seiner Verdienste gewesen.

Seit 1994 war Stefan Moses Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Sein Fotografischer Nachlass findet sich im Photomuseum des Stadtmuseums in München. Der Stadt die stefan moses mit offenen Armen empfing und deren Menschen er gerne fotografierte.

Die Ausstellung "Blumenkinder" im Literaturhaus in München (Innenstadt) möchten wir allen Stefan Moses-Fans hiermit empfehlen - zu sehen bis 25. Februar 2018.